rosa-pessl.at https://www.rosa-pessl.at/blog/ Wed, 02 Apr 2025 06:44:50 +0000 de-DE hourly 1 Mein Abenteuer-Ich im April https://www.rosa-pessl.at/blog/schreibabenteuer-monatsrueckblick-april-22/ https://www.rosa-pessl.at/blog/schreibabenteuer-monatsrueckblick-april-22/#comments Thu, 05 May 2022 21:54:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/schreibabenteuer-monatsrueckblick-april-22/ Weiterlesen

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Winterjacke oder Kurzarmshirt? Na was denn nun? Der April 2022 war eine launische Diva. Vergleichbar mit den Einträgen in meinen Terminkalender. Wetterkapriolen, Terminkapriolen. Kapriolen sind lustige Sprünge im Zirkus. Nur, ganz so lustig war es nicht. Die kurzfristig(st)en Absagen von Workshops sind herausfordernd für mich und stellen meine Flexibilität hart auf die Probe. Doch was soll es? Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten (und dabei lernen), weitergehen ... 

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Lernen heißt Klarheit zu bekommen

Nach den Kapriolen hieß es für mich mal Innehalten. 

  • Wie soll es weitergehen? 
  • Wie möchte ich arbeiten? 
  • Wie meine Energie und meine Ressourcen einteilen? 

Fragen die sich wohl jede Solopreneurin, jeder Solopreneur immer wieder stellt. Langsam beginnt sich der konfuse Aprilnebel zu lichten, alles muss noch ein wenig reifen. Aber zwei Dinge kann ich dir bereits verraten:

  1. Es wird im Herbst ein komplett neues Angebot geben, das es einfach machen wird, die eigenen Gedanken auf Papier zu bringen. Ich freue mich riesig darauf.
  2. Alle (nicht nur die Schreibspaziergänge) meine Angebote werden zu Schreibabenteuern. 

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Warum Abenteuer?

Vielleicht fragst du dich: Warum Abenteuer? Dazu muss ich ein wenig weiter ausholen, aber lass es mir erzählen.

Abenteuer, ich lasse mir das Wort auf der Zunge zergehen wie die Eispralinen, die in meiner Kindheit Hochkonjunktur hatten. Süß, aber doch mit einer holzig-bitteren Note. Damals, ich war etwa 8 Jahre alt: Draußen spielten die Buben Räuber und Gendarm. Ich schaute ihnen zu. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich mir vorgestellt habe, der freche Räuber zu sein, der immer ausgeklügeltere Verstecke für sich und seine Beute fand. Allzu oft jedenfalls … Ich hätte bestimmt auch einen guten Gendarmen abgegeben, dessen bin ich mir sicher. Doch, mitspielen? Für Mädchen verboten. Also schaute ich sehnsüchtig aus dem Fenster, während Peter Alexander “Die süßesten Früchte” aus dem kleinen Schwarz-Weiß-Fernseher in die Stube hineinträllerte. Gefühlt jeden Samstagnachmittag. Oder war es sonntags? Ich habe es verdrängt.

Gut in Erinnerung habe ich nur die süßesten Früchte, die so hoch hingen, dass nur die großen Tiere sie erreichten. Vielleicht waren die Buben ja groß genug? Ich wäre jedenfalls viel zu klein, das erzählte man mir. Immerfort. Ich glaubte es. Und wenn ich mich doch einmal nach den süßen Früchten ausstreckte, so stellten sie sich entgegen. Sie, die Armee von Erwachsenen, die mir erklärten, wie unmöglich meine Gedanken wären, was ich mir überhaupt einbilde und wie undankbar ich sei. Die süßen Früchte, das waren die Abenteuer, nach denen ich mich sehnte. Aber Abenteuer, das machen die anderen, ich kann und darf das nicht. Weil ich ein Mädchen bin, weil ich ein Pflegekind bin, weil …, weil …

25 Jahre später: Abenteuer konnte ich mir nicht mehr auf der Zunge zergehen lassen; sie waren bitter wie Galle. Mir verzog es das Gesicht, nur ein gequältes Lächeln konnte ich hervorbringen, wenn mir jemand von seinen Abenteuern erzählte. Ich hatte mein Elternhaus längst verlassen. Lebte in einer kleinen Stadt, eineinhalb Autostunden entfernt. Ich versuchte zu funktionieren. Um jeden Preis. Es fühlte sich so an, als säße ich noch immer am Fenster und schaute hinaus. Bloß gab es keine Buben mehr, die Räuber und Gendarm spielten. Draußen war das Leben. Der alte Schwarz-Weiß-Fernseher hatte das Zeitliche gesegnet, alles erstrahlte in Farbe, nur ich sah schwarz-weiß. Ich hatte keinen Namen dafür, für mich war es normal geworden. Ärzte nannten es Depression.

Meine Welt wurde immer kleiner, alles kostete unendlich viel Energie. Diverse Coaches und selbsternannte Experten zeigten mir auf Social Media (gefühlt) die lange Nase: Du kannst alles schaffen was du willst, wirklich alles. Bäääh, bäääh … Wie soll das funktionieren, wenn morgens nach dem Zähneputzen bereits meine Kraft verbraucht war? Ein Schlag ins Gesicht oder besser gesagt in die Magengrube meines ohnehin mickrigen Selbstwertes. Versagt. Wieder einmal. Ich schämte mich, zog mich noch mehr zurück bis ich mit dem Rücken an der Wand stand.

Erst dann hatte ich endlich den Mut, mir Hilfe zu suchen und sukzessive gewann ich das Vertrauen, sie auch anzunehmen. Ein langwieriger Prozess begann. Doch langsam schlichen sich Abenteuer in mein Leben. Ich wagte sie und sie motivierten mich, durch anstrengende Therapien und unendlich viele depressive Phasen hindurchzugehen. Fast jeden Tag packte ich mein GPS-Gerät ein, leinte meine beiden Hunde an und zog los. Es gab kaum einen Weg in meiner damaligen Heimatstadt, den wir nicht erkundet haben. Immer eine neue Abzweigung nehmen, mal auf diesen Berg, mal auf jenen gehen. Später kam das Reisen hinzu und dann folgte das Schreiben. 

Abenteuer müssen nicht groß sein. Sie haben auch nicht zwangsläufig etwas mit Adrenalin-Kicks zu tun. Es sind die kleinen Abenteuer, die mich faszinieren. Denn, du kannst dir noch so intensiv vorstellen, am Gipfel eines Berges zu stehen, über glühende Kohlen zu laufen oder ein Eisbad zu nehmen. Es wird IMMER anders sein. Es ist das Überraschende, das Unerwartete, das ein Abenteuer zu einem Abenteuer macht. Was gibt es um der nächsten Kurve zu entdecken? Wie fühlt es sich an, barfuß durch den Schnee zu laufen? Oder beim Spazierengehen die Zitronenfalter zählen zu wollen und dann dem Feuersalamander zu zuwinken. Amundsen wollte auch zum Nordpol und landete am Südpol. 😉

Und beim Schreiben? Die Storyline kann noch so gut vorbereitet sein, eine spannende - lebendige - Geschichte entsteht erst dann, wenn die Autorin, der Autor, Überraschungen zulässt. Ich kann mir sicher sein, dass ich so und so ticke, diese oder jene Meinung habe, sobald ich es aufschreibe, werde ich Neues erfahren, Zusammenhänge erkennen und mich selbst besser kennenlernen; sofern ich offen und bereit dafür bin. Meine Abenteuer und Schreiben haben mir in meiner dunkelsten Zeit geholfen. Ich erkannte meine Stärken und ich lernte Situationen Schritt für Schritt anders zu bewerten. Jetzt werden aus den Abenteuern und dem Schreiben Schreibabenteuer.

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Eisbaden & Schreiben - zwei Welten - ein Abenteuer

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Das nächste Abenteuer wartet schon um die Ecke. Im Feber habe ich mein erstes Eisbad genommen. Ich habe in meinem Monatsrückblick darüber berichtet. Bernhard Friedrich, Wim Hof Method Instructor, Achtsamkeits- und Entspannungstrainer leitete den Workshop. Und TARA - am 24. und 25. Juni findet unser erstes gemeinsames Abenteuer-Retreat im Naturparadies Weitental (Bruck/Mur) statt. Ich liebe es, scheinbar nicht Zusammenpassendes miteinander zu verbinden und so fragte ich Bernhard nach einer Zusammenarbeit und er hat ja gesagt. 

Nun möchtest du bestimmt wissen, was Eisbaden & Schreiben miteinander verschmelzen lässt? Hier verraten wir es dir: >> Zum Abenteuer-Retreat >>


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Blogparade - Über Abenteuer schreiben

Passend zum Thema Abenteuer habe ich die Blogparade "Was ist ein Abenteuer?" ins Leben gerufen. Wenn du einen Blog hast, mach mit und berichte über deine Abenteuer. Ich freue mich über jeden Artikel. >> Zur Blogparade >>

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Das habe ich im April noch geschrieben

20 inspirierende Zitate zum Thema Pause machen, Innehalten, Faulenzen

Es ist Zeit für eine Pause. Ach nein, ich muss noch ... Seufz! Kennst du das auch?
Doch, wie wäre es, einfach mal fünf Minuten aus dem Fenster zu schauen, nichts zu tun, die Gedanken schweifen lassen. Wie wäre es, sich fünf Minuten Zeit zu nehmen, alle Gedanken ungefiltert auf Papier fließen zu lassen und dann mit leeren und erfrischtem Kopf weiterzuarbeiten. Wie wäre es mit einem 15minütigen Powernäppchen?

>> Zum Blogartikel >>

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6 Mikroabenteuer mit Stift und Papier

Mikroabenteuer sind wertvolle Auszeiten vom hektischen Alltagsgetriebe. Dabei können wir Energie tanken und unsere Kreativität wieder ankurbeln. Die gute Nachricht: Mikroabenteuer lauern direkt vor unserer Haustür, sie kosten wenig (meistens nichts) und beanspruchen maximal 48 Stunden (meistens viel weniger). 

>> Zum Blogartikel >>

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Das war mein April (ABC)

anders * belastend * chaotisch * dünnhäutig * ermüdend * fröhlich * geschwind * holprig * ironisch * jämmerlich * klärend * lustig * moderat * neurotisch * originell * pflegebedürftig * rücksichtslos * sinnsuchend * tiefsinnig * unerschrocken * verrückt * wechselhaft * zornig 

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Was ist ein Abenteuer? Eine Weltreise, ein Unternehmen gründen oder das Leben an sich? https://www.rosa-pessl.at/blog/blogparade-abenteuer/ https://www.rosa-pessl.at/blog/blogparade-abenteuer/#comments Tue, 26 Apr 2022 22:37:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/blogparade-abenteuer/ Weiterlesen

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Frage 10 Menschen, was ein Abenteuer ist, du wirst 10 verschiedene Antworten erhalten. Eine Weltreise machen oder an die Nordsee fahren? Ein Unternehmen gründen, Mitarbeiter einzustellen oder als Solopreneurin sich selbstständig machen? Alleine den Jakobsweg oder den Pilgerweg in St. Hemma gehen? Unter freien Sternenhimmel schlafen, eine Survivaltour im Dschungel oder einen Nacht im Fünf-Sterne-Hotel in Dubai? 

Es ist egal, wie groß oder wie klein deine Abenteuer sind, es sind immer Adrenalin-Schübe, die für ein Lächeln auf den Lippen sorgen - im besten Fall ein Leben lang. Deswegen sind Abenteuer wichtig, ja gerade unser Lebenselixier. Woran sollen wir sonst wachsen, wenn nicht an unseren Herausforderungen?

Ich lade dich ein, bei der Blogparade mitzumachen. 

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Betrachten wir gemeinsam das Thema Abenteuer, zum Beispiel mit diesen Fragen:

Natürlich sind dies nur Denkanstöße und nicht verbindlich.

  • Was war dein größtes Abenteuer? Schildere uns deine Erfahrungen.
  • Planst du ein Abenteuer? Lass uns daran teilhaben und berichte darüber.
  • Was sind überhaupt Abenteuer und warum sind sie wichtig?
  • Was macht ein Abenteuer aus?
  • Abenteuerlustig? Ja, aber ... 
  • Abenteuer und Sicherheit - Gegenpole oder Geschwister?
  • Abenteuer heißt Grenzen sprengen, aber warum?
  • Just for fun - Abenteuer fernab von Homeoffice & Co
  • Abenteuer & Reisen
  • Abenteuer, ab jetzt bin ich meine eigener Chef
  • Abenteuer & Familie
  • Welche Abenteuer gibt es in der digitalen Welt?
  • Abenteuer, Liebe und Freundschaft
  • Ich bin dann mal weg - Abenteuer auswandern
  • Abenteuer und dessen unerwartete Folgen - Erfahrungsberichte
  • Mikroabenteuer - die kleinen alltäglichen Abenteuer schätzen lernen
  • Du findest Abenteuer überbewertet? Auch okay, aber was ist dein Grund?
  • Eine Lücke im Lebenslauf, dafür ein großes Abenteuer erlebt: Yes I did it!

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So kannst du mitmachen

  1. Schreiben
    Schreibe einen Artikel zum Thema "Abenteuer" und veröffentliche ihn in deinem Blog.
  2. Erwähnen
    Erwähne in deinem Artikel die Blogparade und setze einen Link zum Ausgangsartikel, also zu https://www.rosa-pessl.at/blog/blogparade-abenteuer/. Teile gerne deinen Beitrag in den sozialen Medien oder auch den Aufruf zur Blogparade.
  3. Kommentieren
    Kommentiere diesen Beitrag. Beschreibe dabei kurz, worum es in deinem Blogartikel geht und füge im Kommentar den Link zu deinem Beitrag ein.

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Meine Anstiftung zum Schreiben

Als Schreibtrainerin liebe ich es zu schreiben und möchte meine Begeisterung dafür mit dir teilen. So ganz nebenbei ist die Blogparade ...

  • ... (vielleicht) eine Idee für einen neuen Blogartikel,
  • ... ein guter Link zu deinem Blogartikel, dem neben Menschen auch Suchmaschinen folgen können,
  • ... Inspirationsquelle, um auf neue Gedanken zu kommen,
  • ... eine Möglichkeit, sich zu vernetzen und zu diskutieren.


Die Blogparade läuft bis zum 30. Juni 2022. 

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Rahmenprogramm

Schreibe deinen Blogartikel in der Gruppe und erhalte Feedback. 

18. Mai 2022 von 18:00 bis 21:00 Uhr
und/oder 15. Juni 2022 von 18:00 bis 21:00 Uhr

>> Zur Schreibzone >>

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20 inspirierende Zitate zum Thema Pause machen, Innehalten, Faulenzen https://www.rosa-pessl.at/blog/zitate-innehalten/ https://www.rosa-pessl.at/blog/zitate-innehalten/#comments Sun, 24 Apr 2022 09:52:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/zitate-innehalten/ Weiterlesen

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Es ist Zeit für eine Pause. Ach nein, ich muss noch ... Seufz! Kennst du das auch? 

Doch, wie wäre es, einfach mal fünf Minuten aus dem Fenster zu schauen, nichts zu tun, die Gedanken schweifen lassen. Wie wäre es, sich fünf Minuten Zeit zu nehmen, alle Gedanken ungefiltert auf Papier fließen zu lassen und dann mit leeren und erfrischtem Kopf weiterzuarbeiten. Wie wäre es mit einem 15minütigen Powernäppchen?

Pause zu machen, das riecht nach Faulheit. Dabei ist es mittlerweile unumstritten, dass  Pausen die Produktivität erhöhen, ganz zu schweigen von unserem Wohlbefinden. 

In diesem Beitrag habe ich Zitate und Weisheiten zum Thema Innehalten und Pause machen zusammengetragen. Es sind Zitate zur Inspiration als auch zum Nachdenken. Viel Freude beim Durchstöbern. 

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Welche Zitat findest du besonders inspirierend? Oder hast du ein anderes Zitat zum Thema Innehalten & Pause machen? Lass es mich wissen und hinterlasse in Kommentar zu diesem Beitrag.

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6 Mikroabenteuer mit Stift und Papier https://www.rosa-pessl.at/blog/mikroabenteuer-schreiben/ https://www.rosa-pessl.at/blog/mikroabenteuer-schreiben/#comments Sat, 16 Apr 2022 16:26:15 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/mikroabenteuer-schreiben/ Weiterlesen

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Mikroabenteuer sind wertvolle Auszeiten vom hektischen Alltagsgetriebe. Dabei können wir Energie tanken und unsere Kreativität wieder ankurbeln. Die gute Nachricht: Mikroabenteuer lauern direkt vor unserer Haustür, sie kosten wenig (meistens nichts) und beanspruchen maximal 48 Stunden (meistens viel weniger). 

Mikroabenteuer lassen sich auch schreibend erleben. 6 Beispiele dafür findest du in diesem Blogartikel.

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Inhaltsverzeichnis

1. Kleiner Lauschangriff
2. Besuche einen Hundertjährigen
3. Perspektivenwechsel
4. Sternderl schauen
5. Fotostory
6. Schreibspaziergang

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1. Kleiner Lauschangriff

Für dieses Schreibabenteuer suche dir einen belebten Ort, zum Beispiel einen beliebten Spazierweg. Setze dich auf eine Bank und lass die Menschen vorbeiziehen. Dann schließe die Augen und höre hin, höre auf ihre Schritte. Ist es eine Person oder sind es mehrere, die vorbeigehen? Höre hin, was sie sprechen und schnappe dir ein Wort oder einen Satz auf. Öffne wieder die Augen und beginne mit diesem Wort oder dem Satz zu schreiben. Schreib einfach darauf los, ohne dich zu zensieren. Erlaube dir komische, schräge, witzige oder auch traurige Gedanken. Nach 10 Minuten beende das Schreiben, schau dem Treiben noch ein wenig zu und gehe weiter.

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2. Besuche einen Hundertjährigen

Bestimmt kennst du einen mächtigen Baum in deiner Umgebung. Nein? Dann erweitere dein Abenteuer und suche dir einen Baum. Hast du ihn gefunden? Setze dich unter den Baum und beginne zu schreiben. Beschreibe 'deinen' Baum, wie er da steht, Wind und Wetter trotzt, Vögeln, Eichkätzchen und anderen Bewohnern Unterschlupf bietet, Schatten spendet und sich der Sonne entgegenstreckt. Wie sind seine Blätter, wie die Wurzeln? Was hat er wohl schon alles erlebt? Wer könnte hier gesessen sein, gerade hier, wo du jetzt sitzt? Was haben du und dieser Baum gemeinsam? Schreibe eine Geschichte aus der Sicht des Baumes und lass ihn erzählen. Historische Fakten sind nicht relevant, schreibe aus deiner Fantasie. 

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3. Perspektivenwechsel

Aufi auf'n Berg (oder Hügel, oder auf die Aussichtswarte). Für dieses Abenteuer suchst du dir einen Aussichtspunkt, den du je nach deiner Kondition einfach erreichen kannst. Bevor du losgehst, schreibe dir auf, wie du dich jetzt in diesem Moment fühlst. Wirf einen Blick auf dein Ziel - den Berg, oder die Warte. Wie wird es sein, da hinaufzugehen? Was wirst du sehen? Was wird sich dir offenbaren? Lass dir ruhig Zeit, deinen Standpunkt zu beschreiben. Dann packe das Notizbuch ein und gehe los. Oben angekommen, beginne wieder zu schreiben. Wie war der Weg? Schau dich um, was siehst du? Beschreibe es in deinem Notizbuch. Was hat sich verändert? Was hat sich in dir verändert? Schreibe etwa 10 Minuten, wenn du in den Schreibfluss kommst auch gerne länger. Dann schließe dein Notizbuch und genieße nochmals die Aussicht. 

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4. Stenderl schauen

Sie kommen wieder die lauen Sommerabende und -nächte. Die beste Zeit, um die Sterne zu beobachten. Außerdem ist in der Nacht alles anders als am Tag. Es ist still(er), der hektische Alltagslärm ist weg. Besonders spannend ist es einen am Tag bekannten Weg in der Nacht zu spazieren und die unterschiedliche Atmosphäre wahrzunehmen. Genieße es und such dir einen Platz zum Schreiben. Nein, dass muss jetzt nicht unter der grellen Straßenlaterne sein. Auch die Handy-Taschenlampe darf aus bleiben. Schreiben im Dunkeln hat seinen ganz besonderen Reiz. Du wirst die Begrenzung deines Notizbuches fühlen. Beschreibe die Nacht, die Atmosphäre, was kannst du hören, fühlen, riechen? Welche Gedanken gehen dir durch den Kopf? .... Du fragst dich, ob du du das Geschriebene wieder lesen kannst? Ich bin davon überzeugt, dass was gelesen werden will, das kannst du auch lesen.

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5. Fotostory

Für die Fotostory schnapp dir dein Handy und spaziere los. Diesmal bleibt das Notizbuch zuhause! Auch für dieses Mikroabenteuer eignet sich ein Weg, den du schon gut kennst. Achte auf Details, versuche Dinge zu entdecken, die dir bis jetzt entgangen sind. Betrachte sie verschiedenen Blickwinkeln, von der Nähe, von der Ferne, von unten, von oben ... Gehe den Weg bewusst und mache Fotos ohne lange nachzudenken, warum du das jetzt fotografieren sollst. Zoome hinein in die Details und versuche noch eine weitere Perspektive zu gewinnen. Wenn du wieder zuhause bist, wähle aus den Fotos 5 aus und schreibe darüber. Das kann eine zusammenhängende Geschichte sein oder auch nur deine Gedanken zu den einzelnen Bildern. Lass dich überraschen, was an Text entsteht. 

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6. Schreibspaziergang

Immer ein Mikroabenteuer ist ein Schreibspaziergang. Darüber habe ich im Blogartikel 6 gute Gründe für einen Schreibspaziergang bereits berichtet. Und falls du mit gemeinsam oder in einer Gruppe einen Schreibspaziergang machen möchtest, so findest du hier mein Angebot dazu: Schreib- und Kreativspaziergänge.

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Abenteuer lauern gleich ums Eck. Ich wünsche dir viel Spaß bei deinen Mikroabenteuern. Und wenn du das eine oder andere Abenteuer ausprobiert hast, erzähle mir davon und hinterlasse gerne ein Kommentar. 

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Vom Schreiben zu Schreibabenteuern - Das war mein März https://www.rosa-pessl.at/blog/schreibabenteuer/ https://www.rosa-pessl.at/blog/schreibabenteuer/#comments Wed, 06 Apr 2022 18:23:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/schreibabenteuer/ Weiterlesen

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Ach, schon wieder ist ein Quartal um, das Jahr 2022 wird reifer. Der Frühling kehrt ein und lässt sich nicht mehr zurückweisen. Mit dem Frühling beginnt für mich gefühlt die Abenteuer-Saison. Outdoor-Office, Schreibspaziergänge, Bärlauch pflücken, erste Wanderungen ... Aber lies, was sich sonst im März bei mir getan hat.


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1. Morgenseiten schreiben

Morgenseiten schreiben hat etwas mit dem täglichen Zähneputzen gemeinsam. Manche Themen kehren immer und immer wieder. Eine meiner Trainerinnen sagte einst: "Logisch, es ist auch immer das gleiche Zähneputzen". Das stimmte mich nachdenklich. So ehrlich ich sein muss, es gibt Themen, die mich langsam nerven. Ich werde ungeduldig mit mir und verliere hin und wieder die Lust am Morgenseiten schreiben. Verflucht, was würde ich tun, wenn das Zähneputzen allzu öde schmeckt? Ich wechsle die Zahnpasta! Heureka! Also begann ich in meinen Morgenseiten mir selbst Fragen zu stellen, suchte nach Antworten, wechselte die Perspektive. Wow, plötzlich kehrte Zufriedenheit, aber vor allem eine wohltuende Ruhe, ein. Mein Fazit zu den Morgenseiten: Dranbleiben lohnt sich!

Wenn du mit mir gemeinsam Morgenseiten schreiben möchtest, freitags öffne ich meinen Zoom-Raum dafür: Zum Morgenseiten schreiben >


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2. Anders reisen (und dabei schreiben)

Ich gebe zu, ich fahre wahnsinnig gerne mit dem Auto. Doch im März wurde mir eine längere Autofahrt fast zum Verhängnis. Regennasse Straße. Freitagabends. Ein Tunnel reihte sich an den anderen. Ich todmüde. Viel zu müde! Eine Woche später kaufte ich mir das Klimaticket, welches in allen Öffis in Österreich gültig ist. Mittlerweile genieße ich es, mit der Bahn zu fahren. Ganz nebenbei kann ich dort wunderbar schreiben. Und genau dort ist auch die Rohversion eines neuen Kapitels für mein Buch entstanden. Eine Zeit, die ich sonst nicht gehabt oder mir genommen hätte. Außerdem kann ich im Zug todmüde sein ohne mein Leben zu riskieren. Fazit: Unerwartetes kommt oft!

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3. Ein neues Kapitel

Der erste Teil meines Memoires ist bereits geschrieben. Doch wie sollte es weitergehen? Lange Zeit habe ich hin- und herüberlegt, vieles probiert und nichts fühlte sich richtig an. Dann ist es einfach so entstanden, ein neues Kapitel meines Buches. Ich bin davon überzeugt, dass autobiografisches Schreiben seine Zeit braucht, sofern das Buch keine Kopfgeburt werden soll. Der richtige Impuls kommt, wenn die Zeit reif dafür ist. 

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4. Das neue Freebie

Schreiben ist ein wunderbares Werkzeug, um nachzudenken. Über sich. Über das Leben. Über die Projekte. All zu oft grübeln wir über Lösungen nach, drehen uns im Kreis, zerdiskutieren Lösungsansätze im Keim, kommen auf keinen grünen Zweig. Mindwriting ist ein hervorragendes Instrument, dieser Grübel- und Diskussionsfalle zu entgehen. Und Mindwriting ist hervorragend dazu geeignet, ENDLICH ein Herzensprojekt zu starten und zwar in kleinen Schritten und ohne Risiko. Dazu habe ich einen E-Mail-Kurs entwickelt. An 7 Tagen bekommst du Schreibimpulse zu deinem Herzensprojekt, also jenem Projekt, dass du schon seit langem realisieren möchtest. Das Schreiben wird nicht länger als 10 Minuten dauern und dennoch bekommst du immer klarere Vorstellungen und Ideen zu deinem Projekt. Hier geht es zu meinem E-Mailkurs.


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5. Schreiben & Abenteuer

Schreiben ist ein Abenteuer. Auch wenn das Storyboard steht, irgendwann entwickeln die Figuren ihr Eigenleben. Unvorhersehbares passiert unweigerlich. Oder die Outline des Blogartikels ist geschrieben: Hand aufs Herz, wer war nicht schon versucht sich in ein Unterkapitel zu vertiefen, weil beim Schreiben neue Zusammenhänge auftauchen. Im Optimalfall entstehen so neue Blogartikel :). Ähnliches passiert beim Schreiben der Morgenseiten bzw. beim Tagebuch. Da ist das Auftauchen des Unvorhersehbaren geradezu gewollt. Wie sollen wir sonst auf Lösungen kommen, wenn wir Neuem keinen Raum geben?

Doch wir bestehen nicht nur aus einer Hand, die den Füller führt (oder sich führen lässt). Wir sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken, wir haben ein Körper, der sich ausdrücken will, eine Seele, die tanzen, weinen, lachen will. Wir können unsere Schreiborte so herrichten, dass sich alle Sinne wohlfühlen, wir können aber auch mehr tun. Wir können rausgehen in die Natur, uns zwischen den Schreibeinheiten bewegen. 

Im April starte ich wieder mit den Schreibspaziergängen im Skulpturenpark. Und im Sommer wartet ein ganz besonderes Abenteuer, das ich gerade gemeinsam mit einem Kollegen plane. Ich bin voll Vorfreude und würde gerne mehr erzählen ... Wenn du mir auf facebook folgst, bin ich sicher, dass du bald mehr erfahren wirst. 😅

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6. Das habe ich im März geschrieben

Keine Idee? Die 12 häufigsten Kreativitätskiller

Kreativität ist keine gottesgegebene Gabe. Kreativität ist Arbeit und Training. Um gut arbeiten oder trainieren zu können, brauchen wir entsprechende Voraussetzungen. Genau so ist es, wenn wir kreativ sein wollen. 

Zum Blogartikel >

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7. Blogartikel, die dich interessieren könnten

6 Gründe, warum ein Schreibspaziergang gut tut

Schreibspaziergänge können Tore öffnen, sei zu unserer Kreativität, sei es zu uns selbst. In diesem Artikel verrate ich dir 6 Gründe, warum ich regelmäßig Schreibspaziergänge mache. 

Zum Blogartikel >

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Das war mein März (ABC)

abenteuerlich bunt chilig distanziert erholsam frühlingshaft geschwisterlich heilsam ideenreich jubelnd kraftvoll lebhaft melancholisch narrativ offen präsent ruhig sonnig teuer überraschend verbunden wanderbar zuversichtlich.

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Keine Idee? Die 12 häufigsten Kreativitätskiller https://www.rosa-pessl.at/blog/kreativitaetskiller/ https://www.rosa-pessl.at/blog/kreativitaetskiller/#comments Fri, 18 Mar 2022 12:15:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/kreativitaetskiller/ Weiterlesen

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Kreativität ist keine gottesgegebene Gabe. Kreativität ist Arbeit und Training. Um gut arbeiten oder trainieren zu können, brauchen wir entsprechende Voraussetzungen. Genau so ist es, wenn wir kreativ sein wollen. 

In diesem Artikel habe ich die 12 häufigsten Kreativitätskiller zusammengetragen. 

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Inhaltsverzeichnis

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1. Das Wort "IMMER"

"Das haben wir immer so gemacht" oder "Das war schon immer so". Immer ist ein schönes Wort, aber es macht träge. Wenn ich nicht bereit bin, meine Routine zu verlassen, werden auch keine neuen - kreativen - Wege entstehen. Kreativität setzt Offenheit, Neugier und den Mut auch einmal etwas anders als gewohnt zu machen, voraus. 

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2. Das Wort "NICHT"

Geht nicht, gib's nicht! Ja, dieser Spruch ist abgegriffen und ich mag ihn auch nicht. Doch wenn ich meine Ideen schon als Samenkorn ersticke, werden kreative Lösungen lange auf sich warten lassen. Ich kann, darf, nein ich muss es mir erlauben, zu den Sternen zu greifen. Was am Ende davon übrig bleibt, sprich realisierbar ist, das steht auf einem anderen Blatt. In diesem Sinne: Think big, act small, learn fast! 

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3. Fehlende Leidenschaft

Ich wäre sehr wahrscheinlich in der Lage, neue Strickmuster zu entwickeln. Das Problem: Stricken interessiert mich einfach nicht. Schon alleine mit zwei links, zwei rechts, verknotet sich nicht nur der Faden sondern auch mein Hirn. Um ein Problem kreativ lösen zu können, ist es vorteilhaft, eine Affinität für das Thema mitzubringen. Du musst kein Experte sein, manchmal ist es sogar besser, keiner zu sein. Doch wenn dich ein Thema weder interessiert noch dich in in irgendeiner Weise berührt wird aus einem kreativen Fluss ein Schwimmen gegen den Strom.

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4. Druck

Manche Menschen funktionieren unter Druck, jedenfalls hält sich dieses Gerücht hartnäckig. Ich jedenfalls funktioniere nicht unter Druck. Druck erdrückt mich, egal ob ich ihn mir selber mache oder er von einer anderen Seite kommt. Um kreativ zu sein, brauche ich Zeit, um mich aus dem Tagesgeschäft herausnehmen zu können. Ich brauche Raum zum Experimentieren und Raum, wo ich ganz bei mir selbst sein darf. Erst dann entstehen Ideen, die von mir kommen und die ich mit Begeisterung umsetzen möchte. 

Mein Tipp: Schaffe dir ein Zeitfenster, wo du ohne Druck, ohne jedes MUSS, arbeiten kannst. Das können 15 oder 20 Minuten am Tag sein, die nur dir gehören. In dieser Zeit darfst du kreative Ideen spinnen ODER aber auch nur vor dich hindoodeln. Alles kann, nichts muss! Hab Vertrauen: Unsere aktuellen Probleme und Fragen begleiten uns auch während des scheinbar sinnlosen Doodelns. Vielleicht brauchst du gerade jetzt eine kleine Auszeit von deinem Problemdenken. Gönne sie dir, um Kraft zu tanken für neue Ideen.

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5. Angst

Was ist, wenn es nicht klappt? Was ist, wenn meine Kollegen diese Idee zerreißen? Was ist, wenn die Welt untergeht? STOPP! Angst killt jede Kreativität. 

Wenn dich diese Gedanken quälen - ein Schreibimpuls für dich: Denke darüber nach, was ist das Schlimmste, was dir passieren kann? Stelle die Eieruhr auf 10 Minuten und schreibe los. Zensiere dich dabei nicht!

Ein Tipp für dein Herzensprojekt: Lege dir ein Notizbuch zu, indem du alle deine Gedanken festhältst. In diesem Notizbuch haben auch deine Zweifel genauso Platz wie deine Gefühle und natürlich deine Erfolge. Dieses Notizbuch ist ausschließlich für dich. Lass es niemanden lesen! Es ist dein privater Raum, der dich durch dein Herzensprojekt begleitet. Finde darin Möglichkeiten und Wege, wie du deine Idee(n) präsentierst. Probiere dich schreibend aus. So lernst du nicht nur mit deinem Projekt voranzukommen sondern auch dich selbst ein Stückchen tiefer kennen.

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6. Fehlendes Vertrauen

Fehlendes Vertrauen ist wohl glücklich verheiratet mit der Angst. In meinen Workshops erlebe ich fehlendes Vertrauen vor allem dann, wenn es um Aufgaben geht, die nicht den direkten Weg von A nach B gehen. Vor allem im Business sind wir es gewohnt, linear zu denken. Schnelligkeit, Effizienz und Logik stehen im Vordergrund. Aber genau diese Wege sind ausgetrampelte Pfade (siehe Punkt 1) und es braucht manchmal etwas Neues. Also muss ich darauf vertrauen, dass ein neuer Weg auch zum Ziel führt. Vielleicht ist es ein Umweg, aber wie heißt es so schön? Umwege erhöhen die Ortskenntnis. Vielleicht ist es aber gerade der Weg, den noch niemand beschritten hat, um eine neue Lösung zu finden. 

Vertrauen braucht es aber auch in uns selbst. Ich höre so oft: "Ich bin nicht kreativ! Das kann ich nicht!" Der Blick senkt sich dabei zu Boden. Ich möchte dich wachrütteln: Du bist kreativ. Jeder von uns ist kreativ! Vielleicht ist es nicht deine Stärke, dich mit Worten auszudrücken, vielleicht kannst du stattdessen super gut Zusammenhänge erkennen. Vielleicht ist es nicht deine Stärke, ein Bild zu malen, aber du bis gut darin, etwas zu spüren. Wobei malen, zeichnen, schreiben - alles ist erlernbar, sofern du eine Leidenschaft dafür entwickelst. Und abgesehen davon, jeder von uns ist auf seine eigene Art und Weise kreativ. Vertraue darauf und vertraue auf deine eigenen Ideen!

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7. Perfektionismus

Perfektion ist der Tod jeder Idee. Gerade auf die Welt gekommen, ist eine Idee viel, nur eines niemals: perfekt. Eine Idee ist frei und sie muss sich erst einfügen in das Konstrukt unseres Unternehmens, unseres Lebens, in uns selbst. Oder wir müssen unser sorgsam gepflegtes Konstrukt der Idee anpassen. In jedem Fall muss die Idee mit uns in irgendeiner Weise verschmelzen, damit sie eine Chance hat, Realität zu werden. Perfekt ist nichts, weder unser Konstrukt und schon gar nicht die Idee. Alles wird sich in weiterer Zukunft zeigen, sofern wir darauf vertrauen (Pkt. 6). Jeder Perfektionsanspruch an eine Idee ist fehl Platz, denn Ideen müssen wachsen und es gibt immer ein 'Noch-besser'. 

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8. Fehlende Wertschätzung

"Ich traue mir gar keine Idee mehr zu haben, es wird ja eh alles sofort in den Boden gestampft", sagte eine Freundin resignierend. Wir alle neigen dazu, sofort zu bewerten. Manchmal geschieht es unbewusst mit unbedachten Äußerungen oder mit unserer Mimik, manchmal beurteilen wir aus unserer eigenen Lebenswelt heraus vorschnell. Und wenn ich mir Online-Bewertungen oder Kommentare auf Social Media durchlese, so vermisse ich oft jede Wertschätzung. In so einem Umfeld ist es unmöglich, kreativ zu sein.

ABER, Bewertungen kommen nicht nur von außen. Hand aufs Herz: Welche Wertschätzung bringst du deinen eigenen Ideen entgegen? Vielleicht kommen dir immer wieder dieselben Gedanken und du tust sie als 'Flausen im Kopf' ab? Wir dürfen großartige Ideen haben! Unsere Ideen sind wertvoll, also schätzen wir sie auch wert.

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9. Zu viel von Allem

Stell dir vor, du hättest für deine Ideen unendlich viel Zeit, unbeschränkte finanzielle Mittel und alle nur erdenklichen Möglichkeiten zur Verfügung. Klingt fantastisch, oder? "Not macht erfinderisch", dieses Zitat kennst du sicher auch. Fahrrad. Teebeutel. Sprühsahne. Fanta. Klebezettel. Wir sind umgeben von Dingen, die aus der Not heraus erfunden wurden. 

Zu viel von Allem macht träge, ich habe ja morgen oder übermorgen noch Zeit, um Ideen zu sammeln. Außerdem tappen wir so leicht in die Perfektionsfalle. Wir haben genug Zeit, um zB. einen Text zu überarbeiten und nochmals zu überarbeiten, und nochmals, und ... 

TIPPS

  • Schaffe dir künstlichen Zeitdruck.
  • Begrenze deine Zeit des Ideensammelns und des Schreibens auf kleine Zeiteinheiten.
  • Arbeite vor allem in der Kreativphase kurze Zeit pro Tag an ein und demselben Projekt. Erledige zwischendurch andere Aufgaben, um Abstand zu bekommen, oder arbeite an mehreren Projekten abwechselnd. So können sich unterschiedlichen Projekte gegenseitig kreativ befruchten.
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10. Schlafmangel

Wir müssen träumen, um kreativ sein zu können. Der Zusammenhang von Schlaf und Kreativität ist Bestandteil vieler Spekulationen. Ohne jetzt darauf großartig eingehen zu wollen sind 5 Punkte für unsere Kreativität von Bedeutung:

  • Wir sind kreativ, wenn wir uns wohlfühlen. Wer an permanenten Schlafmangel leidet, fühlt sich nicht wohl und ist weder leistungsfähig noch kreativ.
  • "Eine Nacht darüber schlafen" bewahrheitet sich oft. Sich in ein Problem hineingraben ist nicht kreativ, sondern blockiert. Man sieht den Wald vor lauter Bäume nicht mehr. Also Pause! Mir hilft es tatsächlich eine Nacht darüber zu schlafen. Manchmal genügt es auch, einfach zwischendurch etwas anderes zu machen (siehe Pkt. 9).
  • Ich gehöre zu jenen Menschen, denen die 'Dali-Schlaftechnik' hilft. Das ist ein kurzes Nickerchen von max. 20 Min. zwischendurch. Aber Achtung: Tiefschlaf ist kontraproduktiv. Daher halte einen Gegenstand in der Hand. Sobald du in die Tiefschlafphase hinübergleitest, entspannen sich deine Muskeln. Der Gegenstand fällt zu Boden und du wirst rechtzeitig geweckt (meistens jedenfalls).
  • Für viele Menschen sind Träume ein Schlüssel zur Kreativität, bzw. beinhalten Träume kreative Lösungen. Ich selbst kann mich an meine Träume kaum erinnern. Aber wenn du schon weiter, du Interesse an Traumarbeit hast, dann beginne deine Träume zu notieren.
  • Während wir den Zugang zu unseren nächtlichen Träumen erst durch Training erlernen können, haben wir stets die Möglichkeit uns mit Tagträumen eine Auszeit zu verschaffen. Quasi ins Narrenkastl schauen. In Tagträumen beschäftigt sich unser Hirn mit sich selbst. Die Außenwelt wird ausgeblendet, wir reisen nach innen. So können wir uns zuvor nicht bewusste Dinge erfahren, vielleicht sogar die Lösung unseres Problems. 

Ein Song zum Tagträumen ...

Kaleo - Save yourself
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11. Starre Arbeitsumgebung

Kreativität ist eine zickige Diva und die wenigsten guten Ideen werden direkt am Arbeitsplatz hinter dem Laptop hockend geboren. Schaffe dir eine Arbeitsumgebung, in der du  nach deinen Bedürfnissen arbeiten kannst. Vielleicht bist du morgens kreativ, ich bin es zum Beispiel abends. Vielleicht brauchst du Bewegung, sei es nur ein Herumgehen, einen Arbeitsplatzwechsel oder ein einen Spaziergang. Vielleicht bist du kein digitaler Mensch und das Tippen hemmt deinen Ideenfluss. Probiere verschiedene Techniken, Zeiten, Methoden, Arbeitsorte ... aus und erlaube dir auch immer wieder zu wechseln. Und schau dir in diesen Zusammenhang nochmals Punkt 1 😉

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12. Die Meinung anderer

Ich weiß nicht, wie oft ich mir Ideen ausreden hab lassen. Es war jedenfalls zu oft. Die Vor- und Ratschläge anderer mögen zwar gut gemeint sein, aber sie entstammen zumeist aus deren Erlebniswelt. Deine Welt ist eine andere. Dass ist jetzt keine Aufforderung, nur auf Biegen und Brechen seine eigenen Ideen umsetzen zu wollen und die Meinung anderer vollkomen zu ignorieren. Aber hinterfrage. Hinterfrage alles, die Vorschläge, passe sie für dich an, hinterfrage diesen Blogartikel, hinterfrage das Leben, ja hinterfrage ALLES. 

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BONUS-TIPP

Ich habe dir 12 Kreativitätskiller verraten, jetzt noch ein Tipp, wie du deine Kreativität fördern kannst. Das wäre zum Beispiel mit Musik. Bon Iver ist besser geeignet als Bon Jovi. Gerne teile ich meine Playlist mit dir 😀


Kleine Werbeeinschaltung: Wenn du gerne mit Musik schreibst und dich von Song-Texten inspirieren lassen möchtest, dann hast du am Mittwoch, den 23.03. die Möglichkeit dazu.

Workshop Kreatives Schreiben mit Tiefgang
Thema: 'Ohrwürmer auf Papier' -Schreiben mit Musik


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FAZIT

Kreativitätskiller lauern überall. Manchmal sind sie in uns verborgen und spiegeln sich in Glaubenssätzen, wie 'ich kann das nicht' oder 'ich bin nicht kreativ' wider. Manchmal pirschen sie sich von außen an, zum Beispiel in Form von (ungebetenen) Ratschlägen oder durch Auftraggeber, Vorgesetzte, Kunden, Vorschriften ..., die Druck machen. Unsere Kreativität ist sensibel und es liegt an uns, sie zu behüten und zu hüten. Es liegt auch an uns, unsere eigenen Ideen wertzuschätzen und ihnen Raum zu geben.

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Von abenteuerlustig bis zerbrechlich - Das war mein Feber https://www.rosa-pessl.at/blog/monatsrueckblick-feber/ https://www.rosa-pessl.at/blog/monatsrueckblick-feber/#comments Tue, 08 Mar 2022 11:46:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/monatsrueckblick-feber/ Weiterlesen

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Ein sonniger Feber war es, dieser Feber 2022. So sonnig, als wolle er die Geschehnisse der letzten zwei Wochen mit Schönwetter wett machen. Das Bilderbuchwetter passt überhaupt nicht in das beunruhigende weltpolitische Geschehen. Es ist ein Monat, in dem sich viel verändert hat; ein Monat, der mir vieles bewusst gemacht hat. Mit diesem Artikel möchte ich dir die Highlights verraten.

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Inhaltsverzeichnis


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Eisbaden

Seit einigen Jahren spukt Eisbaden in meinem Kopf herum. Nicht, dass ich gleich von Beginn an die Absicht hatte, mich in eine Wanne mit Eiswasser zu legen. Damals hielt ich es noch für verrückt, genau so wie ich vieles für verrückt gehalten habe, was ich heute nicht mehr wegdenken möchte 😎.

Eines Tages muss man einfach Dinge tun, wo man vorher nicht genau weiß warum eigentlich, aber hinterher felsenfest davon überzeugt ist. So war es mit dem Eisbaden. In einer vertrauensvollen Atmosphäre war der Schritt in die eisige Wanne gar nicht so schwer. Und? Ich kann nur sagen: Es besteht akute Wiederholungsgefahr! Kurzum, es war genial.

Foto von Rosa


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Morgenseiten schreiben, ja aber ...

Es lief viele Wochen gut: Jeden Morgen schreiben. Es hat gut getan, ich habe Klarheit bekommen, es hat Spaß gemacht. Dann passierte etwas, was mich sprachlos machte: Krieg nur 1500 Kilometer von uns entfernt. So sehr ich mich auch um 'business as usual' bemühte, es war und ist aktuell sehr anstrengend. Meine Urängste klopfen täglich an und ich bin erschöpft. Ich habe mir meine Ängste von der Seele geschrieben, habe mich abgelenkt, doch irgendwann sind mir für meine Morgenseiten die Worte ausgegangen. 

Ich habe beschlossen, meine Morgenseiten zu schreiben, wann auch immer ich das Gefühl habe, sie tun mir gut. Es ist also auch okay, die Morgenseiten einfach mal für einige Tage sein zu lassen. Wenn ich nicht schreibe, finde ich Ruhe beim Malen. Morgenseiten sind ein geniales Instrument, um Klarheit zu bekommen. Doch wie immer: Alles kann, nichts muss. Die Worte kommen langsam wieder, aber noch nicht jeden Tag. Wenn du mit mir gemeinsam Morgenseiten schreiben möchtest, so kannst du dies jeden Freitag von 8:00 bis 8:30 tun (Zum Morgenseiten schreiben anmelden).

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Brieffreunde und Postkarten schreiben

Hattest du in einer Jugendzeit auch Brieffreunde? Ich hatte eine Menge davon. Sie waren verstreut auf der ganzen Welt. Ich habe es geliebt, Briefe zu schreiben und war ganz hippelig, wenn ich welche bekam. Jetzt habe ich dieses alte Hobby wieder aufleben lassen. Einerseits um mein Englisch zu verbessern und es regelmäßig zu nutzen und andererseits bin ich neugierig auf Menschen fernab meiner 'Blase'. Über Postcrossing versende ich Postkarten und ich fühle mich wie der größte Globetrotter, wenn ich Karten nach Brasilien, China, Indonesien, USA usf. zur Post bringe. Die kleine Poststelle in meiner Umgebung ist mittlerweile verzweifelt, weil ich natürlich mit Marken frankieren möchte. Vielleicht sollte ich doch lieber in die Stadt fahren, um dort die Karten aufzugeben.🤣

Über facebook habe ich eine Gruppe entdeckt, wo man Brieffreunde finden kann. Diese heißen jetzt Snailmail-Penpals. Nun, warum Snailmail, das verstehe ich mittlerweile sehr gut 😂.  Das Finden der Brieffreunde ging dank facebook umso schneller. Ich erinnere mich an meine Jugend, da wurden Adressen bestellt. Jede Adresse kostete zwanzig Schilling und bis diese kamen hat es unendlich lang gedauert. 

Wenn ich jetzt Post bekomme, ist es viel erfreulicher. Sie besteht nicht nur aus Rechnungen, Werbung und Briefen von Finanzamt, Versicherung & Co. Dazwischen funkeln Postkarten und vereinzelt handgeschriebene Briefe. Nostalgiefeeling und Grüße aus einer fernen Welt zugleich.

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1 Monat Online-Shop

Seit Februar läuft mein Online-Shop auf Elopage. Dort kannst du meine Workshops buchen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie ungeduldig ich sein kann. Ich sehe eine Zahl und bin enttäuscht; zu wenig Buchungen. Dabei vergesse ich komplett, dass der Laden doch erst seit einem Monat läuft. 

Kennst du das auch? Manchmal vergessen wir vollkommen, was wir leisten, weil wir nur auf einen Erfolg schielen. Was mir hilft, wieder auf der Erde zu landen, ist der Austausch in meiner Mastermind-Gruppe, überhaupt ein ehrliches Gespräch mit anderen. Ein Gespräch fern jeder Besserwisserei und jedes Konkurrenzgedankens. Dafür bin ich dankbar. 

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Darüber habe ich im Feber geschrieben

Wie geht es dir mit dem Frieden?

In diesem Blogartikel habe ich 10 (Schreib-)Impulse zusammengetragen, was wir für den Frieden tun können.

Zum Artikel >

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12 Dinge, die mich inspirieren

Ein Blogartikel aus der Serie 12von12: Du erfährst, was mich zum Schreiben inspiriert, woher ich meine Themen und Ideen nehme.

Zum Artikel >

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Das war mein Feber - von A bis Z

abenteuerlustig, bereit, chancenlos, direkt, erschöpfend, fragil, grenzenlos, heftig, international, jung, konkret, lehrreich, magisch, neu, offen, politisch, quälend, reif, sprachlos, traurig, unerwartet, vielseitig, wehmütig, zerbrechlich.

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Was waren deine Feber-Highlights? Verrate es mir gerne auch als Kommentar.

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Es ist Krieg in Europa, 1500 km von meiner Haustür entfernt. 1500 Kilometer, eine Tagesreise mit dem PKW oder der Bahn. Noch nie fühlte sich Krieg so nah und gleichzeitig so bedrohlich an. Lange Zeit dachte ich, Krieg ginge mich nichts an. Das Ende des Zweiten Weltkriegs liegt schon fast 77 Jahre zurück. Was habe ich mit dem Krieg zu tun?

Mein Vater war im Krieg. Er wurde mit knappen 18 Jahren einberufen. Selbst als die Waffen ruhten und er mit den letzten Gefangenen wieder nachhause zurückkehrte, für ihn hörte der Krieg Zeit seines Lebens nie auf. Er führte ihn weiter, gegen seine Familie, aber am allermeisten gegen sich selbst. Gesprochen hat er darüber nie. Mein Erwachsenwerden war überschattet von lautem Schweigen; die Verzweiflung war allgegenwärtig. Doch keiner kannte die Gründe. Als Kind glaubte ich, ich sei der Grund, warum meine Eltern nicht glücklich sein konnten. Egal auf welcher Seite der Front, ein Krieg hat am Ende nur Opfer. Dazu zählen auch jene, die zu dieser Zeit noch nicht einmal geboren sind. Ich habe lange gebraucht, um überhaupt herauszufinden, warum sich meine Eltern so laut anschwiegen, warum ich stets das Gefühl hatte, ein undurchdringbarer Nebel habe sich in jeder Fuge unseres Hauses verkrochen und die Lebensenergie der Bewohner aufgesogen.  Noch länger brauchte ich, um zu akzeptieren und meinen eigenen Frieden zu finden. 

Und nun ist Krieg, 12 Autostunden von uns entfernt. Schockierende Bilder kursieren durch die Medien. Wobei, wenn wir ehrlich sind, es ist immer irgendwo Krieg auf diesem Erdball. Nur bei diesem Krieg sind wir Zaungäste, hautnah dabei (sofern wir es wollen). Die Nachrichten und Bilder rütteln an meinen Urängsten. Werden wir zurückka­ta­pul­tie­rt, in eine Zeit, in der mein Vater jung war?

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Inhaltsverzeichnis


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Was können wir für den Frieden tun?

(Und wie Schreiben dabei helfen kann ...)


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Die Angst annehmen

Meine Angst ist wie ein trotziges kleines Kind. Je mehr ich versuche, sie zu ignorieren, desto lauter wird sie. Also versuche ich sie anzunehmen. Am einfachsten gelingt mir dies schreibend indem ich in meinem Journal meine Ängste und Befürchtungen freien Lauf lasse. Hier bin ich frei von Reaktionen anderer (so gut sie auch gemeint sein wollen) und meine Befürchtungen dürfen lächerlich, übertrieben oder auch irrational sein. Vielleicht wird die Angst, wenn sie aufgeschrieben ist kleiner. Vielleicht löst sie sich auf oder ich erfahre mehr darüber, warum sie da ist. In jedem Fall beschränke ich meine Zeit des Schreibens auf maximal 10 Min. Ziel ist es, die Angst zu erkennen, sie anzusehen, sie zu bemerken und ihr auch mal zuzuhören, aber nicht sich von ihr aufsaugen zu lassen!


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Die Aufmerksamkeit lenken

Es bringt nichts, sich ständig nur mit der Angst und oder mit Dingen zu beschäftigen, die wir nicht beeinflussen können. So schrecklich die Bilder aus der Ukraine auch sind, es liegt nicht in unserer Macht, diesen Wahnsinn zu beenden. Also lenke ich meine Aufmerksamkeit auf Dinge, die ich beeinflussen kann. Das kann ich auch schreibend machen, indem ich zum Beispiel ganz bewusst ein Schreibthema auswähle oder einfach einmal schreibend meine Umgebung wahrnehme, um anzukommen und mich danach fokussieren zu können. 


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Die Vergangenheit loslassen

Das ist wohl einer der schwierigsten Kapitel und es geht nicht von heute auf morgen. Die Vergangenheit hinter sich lassen zu können, ist ein ein langer Prozess, der vermutlich nie zur Gänze abgeschlossen ist. Dennoch, nichts bedroht unseren Frieden mehr als ungelöste Konflikte, die wir mit uns herumtragen.

Ich habe meine Vergangenheit aufgeschrieben. Es hat mir geholfen, sie loszulassen. Ein Buch zu schreiben, das ist keine Universalempfehlung, denn um nochmals durch den Schmerz der Vergangenheit zu gehen, dazu musst du bereit sein. Wie auch immer, es muss ja kein Buch sein. Es reichen Texte, die du nur für dich schreibst und die dich ein Stück weitertragen in das Hier und Jetzt; Texte, die dich wachsen lassen. Einfach so geschrieben, ohne irgendetwas erzwingen zu wollen. Ich bin mir sicher, wenn du viel schreibst, werden diese Texte nicht lange auf sich warten lassen. 


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Zurück zum Tagesgeschäft

In Zeiten der Pandemie und im Hinblick auf das aktuelle Weltgeschehen: Wir haben alle ein hohes Maß an Sicherheitsgefühl eingebüßt. Nichts erscheint mehr wirklich planbar, schon gar nicht langfristig. Ich bin kein Routinemensch und ständig immer alles gleich zu machen zerrt an meinen Nerven. Da ruft das Abenteuer. Am liebsten erledige ich Dinge aus dem Bauch heraus, so wie ich mich gerade fühle. Dennoch brauche auch ich Routine, die mir Sicherheit zurückgibt, vor allem jetzt. Also, schaffe dir Fixpunkte, plane Rituale ein und werde dir deiner Routinen bewusst. 

Schreib-Tipp: Schreibe dir eine Liste mit deinen täglichen Ritualen. Denke dabei auch an Dinge, die du ganz automatisch tust.


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Dinge tun, die zufrieden machen

In "zufrieden" steckt "Frieden", weswegen ich das Wort gerne mag. Es ist nicht so himmelhochjauchzend wie Glück, aber beständiger. Es ist ein wohlig warmes Gefühl nahe an Geborgenheit. Dinge, die mich zufrieden machen, das sind ganz einfache Dinge, wie zB. Steine sammeln am Fluss, sich Zeit nehmen zum Kochen, ein Gedicht schreiben oder auch einen Workshop halten. Mein Schreibtipp für dich: Mache dir eine lange Liste mit Dingen, die dich zufrieden machen. Denke dabei auch - und vor allem - an kleine Dinge, die du dir rasch erfüllen kannst. Du kannst auch in meiner Liste "61 Dinge, die mich glücklich machen" schmökern und dir Ideen holen.


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Kreativ sein

Leider haben viele von uns schlechte Erfahrungen gemacht, als sie sich kreativ zeigten. Bilder oder Texte wurden schlecht beurteilt. Wir lernten, wie man - angeblich - zeichnet, malt, schreibt. Doch ein Bild zu malen, ganz intuitiv, kann sehr zufrieden machen. Die Krux: Man muss es nur wagen und den Verstand und den eigenen Erwartungen eine Pause gönnen. Das kann am Anfang schwierig sein. Im Übrigen finde ich den bildhaften Zugang zur Kreativität einfacher als den schreibenden, weil er ursprünglicher ist. Wir haben zuerst Kritzeln, Malen, Zeichnen gelernt und dann erst das Schreiben. Probiere es einfach mal aus, es gibt nichts zu verlieren außer vielleicht eine schöne Stunde, in der du ganz bei dir sein darfst.


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Können statt müssen

Kennst du den 501. Tipp, wie du bessere Texte schreibst. Oder den 110. Trick, für die schöne Haut. Oder den 777. Tipp, was du deiner Großmutter unbedingt zu Weihnachten schenken musst. Oder Tipp Nro 283, wie du dich in Krisenzeiten verhalten sollst.

Wer sich auf Social Media bewegt wird zugetippt mit allem nur erdenklich Möglichen. Neben dem Überforderungsgefühl (was denn noch alles) nagen diese Tipps an unserer Zufriedenheit. Geht es nicht besser? Bin ich gut genug? Wahnsinn, was die anderen (angeblich) alles schaffen! Doch wer bestimmt was richtig oder falsch ist? Wer setzt die Maßstäbe? Ratschläge und Tipps kannst du annehmen oder sie auch links liegen lassen. Nichts MUSS alles KANN. 

Schreibtipp 1: Wenn du dich dabei ertappst im Text "Ich muss" zu schreiben, probiere den Text nochmals zu schreiben und zwar mit "Ich kann ..." Wie fühlt sich das an? 

Schreibtipp 2: Mache dir eine 'F*ck it list'. Schreibe dir auf, auf was du getrost für immer oder für manchmal verzichten kannst. 


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Atmen und entspannen

Denn Kopf voller Ideen, die Finger tippbereit, meine Gedanken schneller als meine Finger, ach verflucht ... Kennst du das auch? 

Ich kann mich noch gut an jenen liebenswerten Kunden erinnern, der zu meinen chaotischen Auftritt und meine vermeintlich vergessenen Unterlagen nur meinte: "Wenn du es eilig hast, dann gehe langsam ..." Ich ging langsam zum Auto zurück und fand meine Unterlagen, die ich wohl auf den Beifahrersitz abgelegt und nicht in die Tasche gepackt hatte. Warum auch immer. Es wird stressig? ATMEN. Einfach nur durchatmen. Einmal, zweimal, dreimal ... Das hilft mir sehr. Mein Schreibtipp dazu: Schreibe dir ein Memo mit ATMEN.


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Das Schöne sehen

Trotz der schlechten Nachrichten, es gibt so viel Schönes, das ringsum uns passiert. Allerdings laufen wir viel zu oft daran vorbei. Bestimmt hast du schon von Dankbarkeitstagebüchern gehört. Das ist eine Form, täglich Dinge festzuhalten, die schön waren, für die man dankbar ist.  

Ich bin kein Fan des Dankbarkeitstagebuches, weil es impliziert: Du musst etwas Schönes sehen. Da wären wir wieder beim Müssen und nicht beim Können 😉. Ich finde, die Augen bewusst zu öffnen und hinzuschauen, was schön ist, genügt für das Erste. Das Schöne sehen kannst du üben. Versuche es einfach in alltäglichen Situationen, wie zB. in der U-Bahn oder im Supermarkt. Konzentriere dich darauf, die 'Schönheit' zu entdecken. Wenn es dir nicht gelingen sollte, schreib einfach darüber. Im Übrigen bin ich davon überzeugt,  Schönheit liegt im Auge des Betrachters. 

Schreibtipp: Denke schreibend darüber nach, was in diesem Augenblick schön ist. Du kannst 'schön' auch durch ein anderes positiv besetztes Adjektiv ersetzen, wie zB. wertvoll, lustig, inspirierend ...


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Das große UND

UND ist mein Lieblingswort. Ein Wort, das meiner Seele streichelt. 'UND' gibt Raum und lässt zwei oder mehrere Wahrheiten gleichrangig stehen. Niemand hat recht, niemand führt Krieg, beides darf sein - nebeneinander. Deine Wahrheit und meine Wahrheit. Die Wahrheit meiner Eltern und meine Wahrheit. 'UND' verlangt kein großes Verzeihen sondern Akzeptanz.

Krieg in der Ukraine und business as usual. Angst haben und weitergehen. Innehalten und das Schöne sehen. Behalten und loslassen. 

Schreibtipp: Wenn du bereit bist, mache dir eine UND Liste. Was darf in deinem Leben alles nebeneinander Platz haben? Ein ODER drängt sich auf? Spüre hin, wie sich dieses ODER als UND anfühlt. Schreibe es auf. Vielleicht braucht es noch Zeit und es hat im Moment auch nur ein Teil der beiden Pole Platz, ein erster Schritt. Auch das ist okay! Probiere dich schreibend aus. Welches UND fühlt sich gut an?


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Fazit

Was können wir für den Frieden tun? Kurz, knapp und vielleicht ein wenig pathetisch: Wir können (nur) darauf achten, dass wir in Frieden mit uns selbst leben und uns gegenseitig akzeptieren, so unterschiedlich wir auch sein mögen. Was ist deine Meinung dazu? Hinterlasse mir gerne ein Kommentar.

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12 Dinge, die mich inspirieren https://www.rosa-pessl.at/blog/inspiration-ideen/ https://www.rosa-pessl.at/blog/inspiration-ideen/#comments Wed, 16 Feb 2022 22:25:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/inspiration-ideen/ Weiterlesen

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Erwartungsvolle Blicke durchdrangen mich, mein Kopf glich einer hohlen Birne. Je erwartungsvoller die Blicke blickten, desto hohler wurde mein Kopf. Nach einer gefühlten Ewigkeit senkte sich der Blick, zumeist gefolgt von einem enttäuschtem  "Na, Sie sind doch die Kreative?" Ich hasste diese Momente im Briefinggespräch als Webdesignerin. 

Kreativ bin ich definitiv, aber nicht auf Knopfdruck! Wer von mir erwartet, in Sekundenschnelle Ideen zu produzieren, wird enttäuscht. Damals hat mich dieser Umstand dazu gebracht, mich mit Kreativitätstechniken auseinanderzusetzen. Mein Wissen wurde umfangreicher, aber das Spiel in Briefinggesprächen wiederholte sich weiterhin. Heute weiß ich: Ideen kann man nicht erzwingen, Ideen zu haben ist Arbeit! Jedoch werden Ideen selten in klassischer Arbeitsmanier am Schreibtisch sitzend geboren.  

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Inhaltsverzeichnis

1. Collagen
2. Bücher
3. Gespräche
4. Beobachten
5. Spazierengehen
6. Spielen
7. Schreibreisen oder Neues entdecken
8. Fotografieren
9. Tiere
10. Musik
11. Fernsehen
12. Date mit mir selbst

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Doch wo finde ich Ideen? Was inspiriert mich?

In meiner Artikelserie 12von12 habe ich diesmal 12 meiner wichtigsten Inspirationsquellen zusammengetragen.

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1. Collagen

Die meisten Ideen für meine Workshops und Texte bekomme ich aus Collagen. Collagieren ist ein mittlerweile ein fixer Bestandteil in meinem Arbeits- und Schreibprozess. 

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2. Bücher

Meine Bibliothek wird immer umfangreicher. Nachdem ich auch offene Bücherregale und Portale zum Erwerb von gebrauchten Büchern (wie zB. medimops) entdeckt habe, wächst sie monatlich. Ich bin Querfeldein-Leserin und lese parallel mehrere Bücher. Viele Bücher sind für mich zu Nachschlagwerken geworden. 

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3. Gespräche

"Das muss ich mir aufschreiben, passt für eine Geschichte", meine Freunde kennen diesen Satz schon. Offen gesagt, bin ich nicht sicher, ob sie sich darüber freuen. Aber im Ernst: Nichts ist für mich inspirierender, als konstruktive Gespräche, Gespräche, die über Small-Talk-Floskeln hinausgehen und Verschiedenartigkeit zulassen. Ich mag es, wenn Menschen mit mir ihre Begeisterung teilen, auch dann, wenn wir thematisch nicht auf derselben Wellenlänge schwimmen. Ich höre gerne zu und bin neugierig.

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4. Beobachten

Ideen liegen auf der Straße. Genauso wie in den Collagen finden sie oft den indirekten Weg in unser Bewusstsein, in unsere Texte, in unsere Projekte. Sich hinzusetzen und einfach nur das Tun und Treiben um uns herum zu beobachten - ohne gleich zu bewerten - kann überraschen und Türen öffnen. Ich jedenfalls mache es regelmäßig.

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5. Spazierengehen

Mit eine Idee spazierengehen, so als hätte man einen Hund an der Leine, der mal hier und mal da schnüffelt, mal kurz stehenbleiben, über den Baum staunen, den man vorher noch nie wahrgenommen hat, weitergehen ... Das ist für mich ein Energie-Kick mitten in einem Projekt oder ganz am Anfang, oder wann immer ich es machen möchte. 

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6. Spielen

Leider hat die Pandemie meine Möglichkeit Improtheater zu spielen gecancelt. Das war für mich ein Mindopener. Ich habe lange gebraucht, bis ich mir erlaubte, zu 'spielen' und mit spielen meine ich, Dinge zu tun, die auf den ersten Blick nicht produktiv sind. Zeichnen, Kritzeln, Collagieren oder über Themen schreiben, die (noch) nichts mit dem Projekt oder mit einer sich aufdrängenden Frage zu tun haben, Nonsens schreiben, all das zählt für mich zum Spielen. Mittlerweile ist mir klar, dass 20 Min. 'Spielen' wesentlich mehr bringen als 20 Min. intensives Brüten über ein Problem. Außerdem macht es Spaß; was alleine schon Grund genug ist, es zu tun.

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7. 'Schreibreisen' oder Neues entdecken

Ich möchte immer etwas Neues entdecken. In meiner Schublade liegen Listen mit Dingen, die ich entdecken möchte, wie zum Beispiel: die ältesten Bäume in der Steiermark, Türen, Tore oder Fenster in meiner Heimatstadt, Lost Places, Ruinen, Friedhöfe ... Natürlich alles mit Notizbuch und meiner Sofortbildkamera. Derzeit fehlt mir hierfür die Zeit, doch einmal in Monat schaffe ich zumindest eine kleine Tour! Was es bringt? Abschalten, sich freuen, etwas Neues entdeckt zu haben, Distanz, um Platz zu schaffen für Neues.

Keine Zeit für eine Tour? Auch mit offenen Augen tägliche Wege zurückzulegen und dabei achtsam zu sein, schafft für mich die nötige Distanz, um wieder auf neue Ideen zu kommen.

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8. Fotografieren

Reinzoomen oder doch raus? Was steht im Fokus? Von oben oder von unten? Perspektive wechseln? Genau diese Frage stelle ich mir beim Schreiben auch. Schreiben und Fotografieren haben also viel gemeinsam. Mein Lieblingsteil dafür ist meine Sofortbild-Hybrid-Kamera. Damit kann ich Bilder sofort ausdrucken, sie in mein Notizbuch kleben und daneben meine Notizen schreiben. Alles geht vor Ort. Genial! 😊



9. Tiere

Stark wie ein Bär, intelligent wie ein Rabe, fleißig wie eine Biene, ähm ... ressourcenschonend wie meine Katzen. Jedes Tier hat seine Stärken. Tiere sind oft Motive in meinen Collagen und auch in freier Wildbahn liebe ich es, sie zu beobachten.  Sie finden sich - ob indirekt oder direkt - in meinen Geschichten wieder oder sie helfen mir, Dinge anders zu sehen. Beliebte Schreibexperimente, die Überraschendes zu Tage bringen, sind: Was würde zB. eine Ameise jetzt machen? Oder wie ist es, wenn ich mir die zB. Dickhäutigkeit des Nashorns ausleihe? Oder können zB. Hunde auch untreu sein?  Probiere es einfach aus.

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10. Musik

Das ist alles nur geklaut, und gestohlen, nur gezogen, und geraubt. Entschuldigung, das hab ich mir erlaubt.

Die Prinzen

Ob imaginär oder real, jeder hat sie: Die Playlists für Happysongs, Songs, die berühren, Songs fürs Joggen, Autofahren oder Bügeln, oder was auch immer. Ich mag keine Dauerbeschallung. Wenn ich doch Musik höre, dann fühlt sich Schreiben, Malen, Collagieren komplett anders an. Es beeinflusst meine Stimmung und somit auch meine Arbeit. Manchmal möchte ich das und genieße es, manchmal nicht.

Außerdem schreibe ich gerne Songs um, spiele mit den Liedzeilen und lasse eigene Texte entstehen. Und bevor jetzt Plagiatsvorwürfe kommen: Das passiert alles in meinem privaten Journal. Hier darf ich klauen, stehlen und rauben, um meinen Geist zu erfrischen und auf neue Gedanken zu kommen. Kleine Werbeeinschaltung: Genau das machen wir auch beim nächsten Schreibworkshop "Unsinn macht Sinn" am 23. Feber, wir schreiben mit Musik.

Zur Erfrischung nun ein bisschen Musik aus den frühen 90ern, das (hoffentlich originale) Video der Prinzen - "Alles nur geklaut".

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11. Fernsehen

Du suchst Ideen für Kurzgeschichten? Ein Fernsehabend kann dabei einiges in Gang bringen. Ich habe mittlerweile eine lange Liste mit Ideen für Geschichten, deren Ursprung in Talkshows, Dokus oder auch in schlechtgemachten (Horror)-Filmen zu finden sind.  Wie schlechtgemachte Filme? Ich musst feststellen, dass viele Filme in einem bestimmten Kanal zwar eine gute Storyidee haben aber mich in ihrer Umsetzung - gewollt oder ungewollt - an Horror erinnern. Den Film kann ich vergessen, die Storyidee behalte ich mir. 

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12. Date mir mir selbst

So sehr ich es auch mag, mit Menschen zu arbeiten, Workshops zu leiten, mich auszutauschen, zu viel davon laugt mich aus. Ich bin introvertiert und brauche meine Rückzüge, Zeit, die ich alleine verbringe, um meine Batterien wieder aufzuladen. Diese nutze ich zum Schreiben, Atmen, Träumen, Wohlfühlen, einfach machen oder nichts machen, Orte aufsuchen, wo ich noch nie war, ins Blaue fahren, wandern, kochen - wonach mir gerade der Sinn steht. In dieser Zeit kommen manchmal ganz unvermutet viele Ideen. 

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Und nun du: Was inspiriert dich? Lass es mich gerne wissen und schreibe es als Kommentar zu diesem Artikel. 


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Über Notizbücher, das Loslassen und Analog-sein: Mein Jänner https://www.rosa-pessl.at/blog/mein-jaenner/ https://www.rosa-pessl.at/blog/mein-jaenner/#comments Tue, 08 Feb 2022 21:34:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/mein-jaenner/ Weiterlesen

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Wenn mein Jänner ein Tier wäre, so wäre er ein junger Terrier, der mich herausfordernd, schwanzwedelnd mit treuseligen Kulleraugen anguckt: "Lass uns spielen!" Sobald ich den Ball werfe, stürmt das Hundetier hinterher, schnappt ihn sich und verschwindet in die Büsche. Ich habe wohl übersehen, dass sich zwischen den Hängeschlappohren, unter dem Struppelfell, zwei Worte eintätowiert sind, nämlich 'schwer erziehbar'.

Diese Zeilen schrieb ich im letzten 'Ich-bin-ich-Frühstück. Was sich in meiner Planung so easy-peasy anfühlte, wurde dann doch nicht so easy-peasy und ich kam ordentlich ins Strudeln. Der Teufel steckte im Detail und oft sind diese technisch oder einfach organisatorisch. Es sind kleine Zeiträuber, die sich summieren. Ist es endlich geschafft, stehe ich fassungslos davor und frage mich: Das hat so lange gebraucht? Ich habe aufgegeben, mich für diverse Änderungen auf Instagram und Co zu 'steinigen'. Es ist, wie es ist. Um meine destruktiven Energien abzubauen, schnipsle ich Zeitungen und Magazine, atme und übe mich in Gelassenheit.

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Nicht ohne meine Notizbücher

Gelassenheit brauchte ich auch, um meine vielen Notizen, Ideen und Textschnipseln, Geschichten und weiß der Geier, was noch alles, zu sortieren, nein ganz ehrlich, sie wiederzufinden. Ich habe vieles durch, kenne zahlreiche Tools, kann auch mit ihnen umgehen, aber Ordnung damit zu schaffen, das ist mir bis jetzt nur in Teilbereichen gelungen. Was sich immer schon lange abzeichnete, das habe ich wieder einmal nicht befolgt, von daher trifft 'schwer erziehbar' den Jänner punktgenau. Ich bin kein digitaler Mensch. Je weniger Apps ich auf meinem Handy habe, desto besser fühle ich mich. Es reicht mir, wenn ich derzeit für den Kauf einer Füllfeder den digitalen Impfnachweis herzeigen muss. Gut, diese Tatsache lässt meinen Blutdruck aus anderen Gründen höher steigen und ich hoffe, wir werden alle über dreimal, zweimal oder niemals gestochen in einem Jahr nur mehr milde lächeln. 

Ich habe im Jänner investiert, und zwar in 10 Notizbücher (wovon 2 schon gefüllt sind). Jedes meiner wichtigen Projekte hat nun ein eigenes Notizbuch, insgesamt sind es 4, mit denen ich gleichzeitig arbeite (mein Journal, 1 Buch für mein Business, 1 für meine Geschichten, 1 für meinen Roman). Heureka! Tschüss Evernote, Asana, Trello und Notizzettel-Wirtschaft. Ohne Euch ständig am Haken zu haben, fühle ich mich freier.

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Loslassen?

Überhaupt war loslassen Thema des Monats, so auch beim Talk mit Martina Tischer Leben.Schreiben.Essen. Einmal im Monat treffen Martina und ich, um über unterschiedliche Themen zu sprechen. Das aktuelle Thema ist 'Fettnäpfchen'. Mehr darüber erfährst du im nächsten Artikel.

Im Jänner habe ich also zahlreiche Tools losgelassen, sowie auch den Perfektionismus und den Anspruch an mich selbst, damit arbeiten zu müssen. Es ist nicht gerade en vogue, mit Notizbüchern herumzulaufen und seien sie noch so schön. Aber warum nicht?

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Wieder in Kontakt sein 

Der Jänner brachte auch einige Überraschungen mit sich. So bin ich wieder mit Menschen in Kontakt, die ich vor mehreren Jahren aus den Augen verloren hatte. In dieser Hinsicht möchte ich meine facebook-App nicht missen. Oft denke ich mir, wie einfach es doch wäre, sich zu schreiben. Der oder die andere ist doch nur einen Klick entfernt. Man tut es dann doch nicht. Sehr schade! Ich habe mir vorgenommen, es viel öfters zu tun. Öfters nachzufragen: 'Hallo, wie geht es dir?' Einfach so ... Und ich freue mich riesig über die neuen alten Kontakte und dass sich viele Dinge daraus ergeben.


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Die Workshops

Auch freue ich mich, dass so vieles gelungen ist., Ohne den kleinen verspielten 'Terrier' in mir, wäre das wohl nicht so geworden. 😍 So haben im Jänner drei neue Workshops das Licht der Welt erblickt, die Schreibgruppe ist gestartet und es gab 4 wunderbare Schreibinare. Vielleicht wiederhole ich mich, aber ich liebe diese Schreibinare und das Lächeln der Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende der Stunde. Wenn du dabei sein möchtest, dann klicke einfach auf den Link. 

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Und der Feber?

Für Leben.Schreiben.Essen haben wir das Thema 'Fettnäpfchen' gewählt. Wer von uns kennt sie nicht, die kleinen - ärgerlichen - Fettnäpfchen, in die wir hüpfen und uns wünschen, es wäre niemals passiert. Darüber werden Martina und ich plaudern. 

Im Feber gibt es auch wieder ein 'Unsinn macht Sinn' - Kreatives Schreiben mit Tiefgang, die Schreibzone (Schreib- und Feedbackgruppe) sucht auch noch neue Mitglieder und am Monatsende verabschieden wir den Feber, tanken Kraft und Energie für aktuelle Projekte und begrüßen den März im "Ich-bin-ich-Schreibfrühstück". So ist der Plan. Und ich hoffe, dass mein 'schwererziehbarer Terrier' erwachsener wird und Dinge leichter von der Hand gehen werden. Aber was heißt eigentlich erwachsen sein?

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Wie Schreiben dich beim Loslassen unterstützen kann https://www.rosa-pessl.at/blog/schreiben-und-loslassen/ https://www.rosa-pessl.at/blog/schreiben-und-loslassen/#comments Wed, 02 Feb 2022 21:33:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/schreiben-und-loslassen/ Weiterlesen

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Loslassen. Boah, wenn ich mich hier in meinen Arbeitsrefugium umsehe, so wird mir klar, dass ich mich schwertue mit dem Loslassen. Allzu viel liegt hier herum, was ich sehr wahrscheinlich nie mehr brauche, in der Hoffnung, es doch irgendwann zu brauchen. Wie auch immer und wie Martina sagte: Loslassen ist einfach und doch oft so schwierig. 

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Inhaltsverzeichnis

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Über das Loslassen

Im Talk Leben.Schreiben.Essen sprechen Martina Tischer, meine Schreibfreundin und Blogbuddy, und ich übers Loslassen, warum loslassen wichtig ist, wie uns schreiben dabei unterstützen und wie loslassen gelingen kann uvm. Schau einfach rein.

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9 Tipps, wie Schreiben beim Loslassen unterstützen kann?

1. Schreibe dir auf, was du Loslassen möchtest.

Verwende dabei bewusst die Sätze "Ich möchte [xy] loslassen" anstelle von "Ich möchte aufhören mit [xy].

2. Übermalen, überkritzeln, überkleben ...

Notiere dir das, was du loslassen möchtest, auf ein A4-Blatt und übermale es ganz bewusst. Lass dir dabei Zeit!

3. Warum möchtest du [xy] loslassen?

Schreibe einen Text, den du mit "Ich möchte [xy] loslassen, weil ..." beginnst. Stelle dabei die Eieruhr auf 10 oder 15 Min. Bewerte und analysiere deine Gedanken während des Schreibens nicht.

4. Schaffe dir einen privaten Schreibraum

Dein privater "Schreibraum" kann dein Tagebuch sein oder dein Journal, wie auch immer du es nennen magst. Hier kannst du sein, wie du bist und wie du dich gerade fühlst. Du darfst jammern, dich 'auskotzen', dir Rückschläge eingestehen - alles ist erlaubt. Schreibe regelmäßig.

5. Notiere dir Fortschritte

Schreibe dir Fortschritte auf, auch dann, wenn sie dir als klein oder nichtig erscheinen mögen. Schreibe dir auch auf, wie du dich fühlst. Ich halte nichts davon, sich nur die Zahlen-Daten-Fakten aufzuschreiben. Gefühle halten sich nämlich nicht an Terminkalender und sie sind es, die uns 'ausbremsen'. Wenn du aufschreibst, wie es dir wirklich geht, kannst du einfacher Zusammenhänge erkennen, warum es vielleicht jetzt nicht so gut geklappt hat oder warum es JETZT besonders gut geklappt hat. Du kannst erkennen, was du brauchst, damit es klappt oder einfacher wird.

6. Richte dir eine 'Wunschothek' ein

Die 'Wunschothek' ist eine Sammlung all deiner kleinen und großen Wünsche; von Dingen, die dir guttun. Belohne dich regelmäßig und achte auf deine Wünsche. Wie du dir eine Wunschothek gestaltest, kannst in diesem Blogartikel nachlesen. Zum Blogartikel "61 Dinge, die mich glücklich machen".

7. Was möchtest du behalten?

Schreibe dir auch auf, was du behalten möchtest, sei es an Erinnerungen, sei es an Erfahrungen, sei es an Lerneffekten. 

8. Verabschiede dich

Ich habe nahestehende Menschen verloren, von denen ich mich nicht verabschieden konnte. Es gab keine Trauerzeremonien. Damals stand ich dieser Tatsache hilflos gegenüber und es dauerte lange, bis ich mich - mit einem eigenen Ritual - verabschiedet habe. Rituale sind wichtig. Auch dabei kann dir schreiben helfen, sei es als Bestandteil des Rituals, sei es beim Nachdenken und Entwickeln dessen oder sei es, um darüber zu reflektieren.

9. Gemeinsam statt einsam

Loslassen ist eine Entscheidung, die jeder alleine für sich selbst trifft und auch den Weg geht jeder alleine. Was allerdings nicht heißen muss, dass er einsam sein muss. Was auch immer du loslassen möchtest, es gibt in jedem Bereich Menschen, mit denen du dich austauschen kannst, die vielleicht in derselben Situation sind oder auch Experten, die dich unterstützen können. Ein Tipp also noch abseits des Schreibens: Sei mutig und nimm Hilfe an. 

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Gedanken zum Thema Loslassen

von Martina Tischer und Rosa Pessl

L wie Leuchten:
Loslassen bringt Augen zum Leuchten.

O wie Offensive:
Loslassen braucht eine bewusste Entscheidung.

S wie Stolz:
Loslassen macht uns stolz, etwas geschafft zu haben oder auch erste Schritte gegangen zu sein.

L wie Lachen:
Loslassen bringt das Lachen zurück

A wie Aufbegehren:
Loslassen hat immer mit Widerstand zu tun. Unser Ego wird auf den Weg des Loslassens aufbegehren.

S wie Stille:
Loslassen beginnt mit einem Moment der Stille, des Hinhörens, des Hineinfühlens. Warum ist es wichtig, das loszulassen.

S wie Schönheit:
Loslassen lässt uns die Schönheit des Lebens wieder erkennen.

E wie Einfach:
Loslassen ist einfach und doch oft so schwierig

N wie Neuanfang:
Nach jedem Loslassen folgt ein Neuanfang. Wie und was dieser ist, das erfahren wir oft erst auf dem Weg dorthin.

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Loslassen - Zitate zum Nachdenken

Was wir nicht schaffen, müssen wir loslassen, sonst schafft es uns.

© Ernst Ferstl, österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Wenn man seine Wünsche loslässt,
ist man dann wunschlos glücklich?

© Anne Quintus (*1988), Studentin

Eine Pusteblume wird niemals versuchen, ihre Schirmchen festzuhalten.

© Helga Schäferling (*1957), deutsche Sozialpädagogin

Es ist schon eigenartig, dass wir selbst beim Loslassen noch meinen, wir müssten etwas leisten.

© Helga Schäferling (*1957), deutsche Sozialpädagogin

Wenn ich loslasse, was ich bin, werde ich, was ich sein könnte. Wenn ich loslasse, was ich habe, bekomme ich, was ich brauche.

Laotse

Und mein Lieblingslied zum Thema Loslassen darf an dieser Stelle auch nicht fehlen. 😊


Leben.Schreiben.Essen. 

Martina Tischer und ich treffen uns einmal monatlich zum Talk Leben.Schreiben.Essen. Ihren Blogartikel zum Thema Loslassen kannst du hier finden. 

Wie geht es dir mit dem Thema Loslassen? Hinterlasse gerne ein Kommentar zu diesem Artikel.

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Was bringt das Schreiben in einer Schreibgruppe? https://www.rosa-pessl.at/blog/schreiben-in-der-gruppe/ https://www.rosa-pessl.at/blog/schreiben-in-der-gruppe/#comments Wed, 12 Jan 2022 17:34:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/schreiben-in-der-gruppe/ Weiterlesen

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Die Gedanken schweben in der Luft, der Füller kratzt am Papier, hier und dort ein Räuspern, ein Murmeln, ein Blätterrauschen oder ein Klacken einer Tastatur, sonst herrscht Stille. Ich bin allein mit meinen Gedanken, mit meinem Schreibprojekt und doch bin ich es nicht. Wir alle sitzen im selben Raum (wenn auch virtuell) und schreiben. DAS genau ist das, was das Schreiben in einer Gruppe ausmacht, zumindest elementar. Doch eine Schreibgruppe kann mehr sein, als nur die Zeit mit gemeinsamen Schreiben zu verbringen. 

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Regelmäßiger Push für dein Schreibprojekt

Auch für mich, die sehr viel schreibt, ist das Dranbleiben an einem Schreibprojekt manchmal schwierig und das Überarbeiten zäh. Wenn es dir genauso geht, dann kann eine Schreibgruppe ein wahrer Push für dein Schreibprojekt sein. Viele, nein, die meisten meiner Texte wären ohne den Input einer Gruppe niemals geschrieben worden. Etliche Texte habe ich in einer Gruppe zu schreiben begonnen. 

In der Gruppe treffe ich auf Gleichgesinnte und ich habe einen fixen Termin, bei dem ich mich ausschließlich meinem Schreibprojekt widme. Ich habe es zunächst auch nicht geglaubt, wie viel Text in einer Stunde geschrieben werden kann.  Zuhause im stillen Kämmerlein fliegt vor allem bei meinen privaten Herzensschreibprojekten immer mal wieder etwas inzwischen, das mich vom Schreiben abhält. In einer Schreibgruppe habe und gebe ich mir Raum, an diesen Projekten zu arbeiten. Außerdem hilft der fixe Termin, dranzubleiben. 

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Kreativboost und stärkendes Feedback

  • Wie kommt mein Text an? 
  • Ist mein Text verständlich? 
  • Was würde die Leserinnen und Leser noch gerne wissen? 
  • Was fehlt oder ist vielleicht zu viel? 
  • Hilfe Sackgasse! Wie kann es mit meiner Geschichte weitergehen?
  • Welche Bilder entstehen beim Lesen im Kopf?

Bei all diesen Fragen ist eine Schreibgruppe sehr hilfreich. Alleine fehlt oft die zündende Idee, man dreht sich im Kreis und verliert so die Sicherheit und Motivation am Schreiben. Eine Schreibgruppe ist auch ein geschützter Rahmen, wo du Texte ausprobieren und Sicherheit gewinnen kannst, bevor du sie einer breiten Öffentlichkeit präsentierst.

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Wie und wo findest du Schreibgruppen?

Zunächst stellt sich die Frage: Was möchtest du? Möchtest du nur Schreiben oder suchst du auch nach Feedback? Hast du eine bestimmte Textsorte, über die du dich austauschen möchtest oder bist du offen für alle Textsorten?

a) Nur Schreiben

In Schreibworkshops, Foren, auf facebook-Gruppen oder auf Social Media kannst du Gleichgesinnte finden und einfach informelle Treffen organisieren. Dazu eignet sich ein ruhiges Café, aber auch Online-Treffen über Zoom (zB) sind möglich. Wichtig dabei ist die Regelmäßigkeit.

Mit mir gemeinsam an 'Morgenseiten' schreiben kannst du (fast) jeden Freitag über Zoom. Die genauen Termine und den Link sende ich in meinen Schreibletter aus oder du erfährst sie auf facebook, zB in meiner facebook-Gruppe.


b) Schreiben und Feedback

Da viele Schreibprojekte wegen missverstandenem oder nicht stärkenden 'Feedback' in den Schubladen dahinmodern, eine Warnung vorweg. Es genügt nicht nur zu sagen: Gib mir Feedback zu meinem Text. Das öffnet Tür und Tor, wenig konstruktives Feedback zu bekommen. Schreibgruppen mit Feedback sollten professionell angeleitet werden. 

Wenn du an einer Schreib- und Feedbackgruppe teilnehmen möchtest, habe ich ein Angebot für dich. Die Schreibgruppe ist für alle Textsorten offen. 

c) Schreibgruppen mit speziellen Fokus

Es gibt Schreibgruppen mit Fokus auf eine Textsorte, wie zB. Roman, Blogartikel oder wissenschaftlichem Schreiben. In diesen Gruppen kannst du dich auch über den Schreib- und Entstehungsprozess für deine Textsorte austauschen. 

d) Präsenz oder Online?

Letztlich stellt sich die Frage, ob Online oder Präsenz, was natürlich von vielen Faktoren und der persönlichen Vorliebe abhängig ist. Aus meiner Erfahrung: Es ist zwar schön, gemeinsam in einem Raum zu sitzen und die Gruppe wahrzunehmen. Organisatorisch sind diese Treffen aber oft eine Herausforderung. Nicht jeder Raum, nicht jedes Café, ist ein guter Schreibraum. Online-Treffen sind rasch eingerichtet und lassen örtliche Distanzen überwinden. Außerdem kannst du zuhause, während der Schreibzeit, genau dort schreiben, wo es sich für dich am Besten anfühlt.

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Das bringen Schreibgruppen

  • Ein fixer Termin und gemeinsame Schreibzeiten sorgen für Regelmäßigkeit beim Schreiben.
  • Die gemeinsame Arbeitsatmosphäre inspiriert und steckt an.
  • Stärkendes Feedback bringt neue Ideen und neue Sichtweisen zu deinen Texten.
  • Durch das Feedback bekommst du ein Gefühl, wie ein Text bei den Lesern ankommt.
  • Schreibgruppen sind eine Erste Hilfe bei Schreibschwierigkeiten.
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Fazit

Schreibgruppen gibt es in unterschiedlichen Formen. Alle haben das Ziel, das eigene Schreiben voranzubringen und sich durch Austausch oder auch durch Textfeedback gegenseitig zu stärken. 

Falls du bei der Schreibzone mitmachen möchtest, hier geht es zum Angebot und wenn du Fragen zu Schreibgruppen hast, hinterlasse mir gerne ein Kommentar.

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Über Mut, Hürdenläufe und Entwicklung https://www.rosa-pessl.at/blog/schreibtrainerin-2021/ https://www.rosa-pessl.at/blog/schreibtrainerin-2021/#comments Mon, 27 Dec 2021 21:02:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/schreibtrainerin-2021/ Weiterlesen

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Am 20.12 hatte ich das letzte Schreibinar in diesem Jahr. Was als Aktion zum Kennenlernen gedacht war, verwandelte sich im Nu in eine magische Stunde. Ich genieße es, mit anderen zu schreiben und sie als Trainerin mit Impulsen zu inspirieren. Ich fühle mich angekommen in meiner Welt, einer Welt, die ich so lange nicht wagte zu betreten. Im Schreibinar schenkte ich mir diese Zeilen. 

Einfach machen ist
nicht einfach machen, sondern
ich brauche dich dazu.
Stolzer Mut. 
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Ein mutiger Schritt

Ganz ehrlich: Es war ein mutiger Schritt Vertrautes hinter mir zu lassen. Im Oktober 2020  startete ich mit der Ausbildung zur Schreibtrainerin beim Writer's Studio in Wien. Ich war naiv zu glauben, dass mein Umfeld, meine Kundinnen und Kunden, sich nur marginal würden. Spätestens Mitte dieses Jahres erkannte ich: Das wird ein kompletter Neustart. Ein Neustart für den mich auch einige belächelten. Eine Schreibtrainerin, wer braucht den so was? Training, das ist sei Corona sowieso tot. Auch dafür brauchte ich Mut, um dieses mitleidige Lächeln und Kommentare abzuschütteln, waren doch meine eigene Vorstellungen so fragil wie ein Kartenhaus. Würde es einstürzen?

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Ein nicht endend wollender Hürdenlauf

Ich bin keine Umsetzerin, dieser Tatsache war ich mir schon lange bewusst. Ich war Webdesignerin und sobald es darum ging, Entwürfe anzupassen und zu finalisieren, verlor ich jede Freude daran. Ich hatte das Gefühl, dass meine Kunden aus der Hölle kämen. Verstehe mich nicht falsch, es waren durchwegs nette Menschen, doch die Arbeiten zogen sich für mich (und meine Kunden) wie Kaugummi. Es kostete mir unendlich viel Überwindung und vor allem Kraft, das Projekt abzuschließen. Ich hatte permanent das Gefühl, bei einer Olympiade im Hürdenlauf zu sein. Wo ist der nächste Widerstand, die nächste Hürde, die zu nehmen ist? 

Man hat mir beigebracht, ich muss 'dienen', 'betreuen', 'servicieren'. Das machte ich viele Jahre gut. 2021 nahm ich eine große Hürde, ich hörte auf damit. Ich hörte auch auf damit, mit den Gedanken zu spielen, ich könnte doch nochmal ... Nein, ich möchte meine eigenen Projekte realisieren, sei es mit Workshops, sei es mit eigenen Büchern und Geschichten. Außerdem hatte ich die Schnauze voll von Technik. Ich möchte nicht mehr nachdenken, wie ich dieses oder jenes Plugin zum Laufen bringe, sondern ich möchte mit Menschen arbeiten. Ich sehnte mich nach den vielen Jahren des Herumtüfftelns mit Programmierkram nach direkten - menschlichen - 'Response'. 

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Entwicklung, ein schönes Wort ...

"Du bist Entwicklerin", sagte mir einst eine Coachin, als ich ihr erzählte, was mir Freude macht. Das saß und war auch der einzige Grund, warum ich meinen Job als Webdesignerin so lange machte. Die Entwicklungsphase war mein Ding. Entwickeln, wie schön das Wort doch klingt. Das wollte, nein musste, ich mir beibehalten. So dachte ich Anfang des Jahres bereits über einen Workflow nach, der Blogging, Social Media Aktivitäten und Newsletter effizienter machen soll. Daraus entstand ein Online-Produkt, das 'Ideenkit und Planungs für Social Media & Blog', und ein Workshop, 'Der Blogbaukasten'.

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Die ersten Workshops

Am 24. März hielt ich meinen ersten Online-Workshop "Kreative Schreibimpulse für dein Business" und saß vor lauter Aufregung gleich einmal im falschen Zoom-Raum. Ich wunderte mich, warum der No-Show bei diesem Workshop auch drei Minuten vor Beginn so groß sei, bis mir siedend heiß ein Licht aufging. Ich flog ich gerade noch rechtzeitig in den richtigen Zoom-Raum. Seit diesem Tag kontrolliere ich alle Zoom-Links dreimal. Abgesehen davon, verlief mein Workshop pannenfrei und ich hatte am Ende 6 glückliche Teilnehmerinnen.  Zwei Wochen später referierte ich über den "Blogbaukasten" in meinen ersten Präsenz-Workshop in Linz. Die Umgebung in Linz war mir wohlbekannt. Verirren ausgeschlossen. Auch hier fühlte ich mich angekommen.



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Vom Regen in die Traufe?

Während meine Ausbildung voranging, übte ich mich im Sichtbarwerden. Mein Instagram-Feed wuchs, ich postete fast täglich, bis ich mich in der befürchteten Content-Mühle wiederfand. Tja, neuer Level, neue Herausforderung. Zudem wurde mir klar, dass es mit zwei Angeboten, den Blogbaukasten und das kreative Schreiben, schwierig werden wird. Ich war auf dem besten Wege, mich selbst zu überfordern. Obwohl mir die Workshops Spaß machten - vom Regen in die Traufe möchte ich nicht kommen. Also zog ich mich im Sommer zurück, um zu sortieren,  mich gezielt auszurichten und auch um zu schreiben.

schmetterling

Schreiben ist heilsam

Im August schrieb ich den ersten Entwurf meines Buches. Dass ich mir für mein allererstes Buch gleich die Königsdisziplin des Schreibens, nämlich autobiografisches Schreiben, aussuchte, wurde mir erst während des Schreibprozesses bewusst. Ich tauchte ein in teils schmerzhafte Erinnerungen und brachte sie zu Papier. Am Ende lag ein 'Büchlein' mit 120 Seiten DIN A5 vor mir. Meine Kindheit und Jugendzeit, festgehalten, konserviert und mit einer Klammer notdürftig zusammengebunden. Schreiben ist heilsam, JA!  Doch dann war sie da, die Frage aller Fragen: Warum ist es gekommen, wie es gekommen ist? Diese Frage ließ mich nachts nicht schlafen, ließ mich weiterforschen und weiterschreiben. 

Ich bin aufgewachsen in einer Atmosphäre, die geprägt war, von erdrückendem Schweigen. Ende August fiel mir der (wahrscheinliche) Grund dafür, wie Schuppen von den Augen. Ich fand die Antwort in dem Buch "Kriegserbe in der Seele". Ich habe mich noch nie in einem Buch so wieder gefunden und konnte die meisten Schilderungen der Autoren mit "Ja, bei mir auch" kommentieren. Jetzt beim Schreiben des Rückblicks gebe ich mich nun gescheitert, gescheitert darin, ein Wort zu finden, das mein Empfinden darüber zum Ausdruck bringt. Glück, Seelenfrieden oder Einklang erscheinen mir zu hochgegriffen, Erleichterung, Einsicht oder Verständnis zu tief. Es liegt irgendwo dazwischen. Mein Memoire wartet darauf, bald weiter- oder auch neu geschrieben zu werden. Auch Texte müssen warten, bis ihre Zeit zur Überarbeitung und zum Veröffentlichen gekommen ist. Das erkannte ich in diesem August.

guehbirne

Neuer Fokus - neuer Start

Für mich war es im Herbst so weit, dass ich mit meinen Workshops rausgehe. Klarer Fokus: Kreatives Schreiben und Schreiben zur Selbstfindung. Hinten angestellt habe ich meine Idee zum 'Blog- bzw. Content-Baukasten'. Ich werde sehen, wohin mich meine Reise trägt. Eine Einstellung, bei der ich Ende 2021 noch Ohrensausen bekommen hätte, müssen doch Ziele immer smart sein. Müssen sie? Ich habe mir fest vorgenommen auch 2022 einen Jahresrückblick zu veröffentlichen, wir werden sehen ... 😊


Ein Adventkalender bringt Erfolg

Im November machte ich mit bei der Adventkalender-Challenge von Ulrike Anderwald. Mit meinem Adventkalender "24 achtsame Schreibimpuse" kam ich auf über 300 Anmeldungen. Zwischen 1. und 24. Dezember gab es jeden Tag einen neuen Schreibimpuls. Ich war selbst überrascht mit der Anzahl der Anmeldungen. Das Jahr geht mit einem Paukenschlag zu Ende und ich bin sehr gespannt, was 2022 alles bereithält. 

blog navi 1

2021 in Zahlen

Ich bin Schreibtrainerin und liebe Worte, Zahlen weniger. Aber hier habe ich ein paar für dich zusammengetragen.

180 Std. besuchte Workshops
107 Instagram-Beiträge
273 Instagram-Follower
197 Käufer von 'Ideenkit & Planungskit für Social Media und Blog' (im Rahmen des Blog-Business-Bundles)
407 Newsletter-Abonnenten
318 Abonnenten des Adventkalenders
111 Gruppenmitglieder der Gruppe "24 achtsame Schreibimpulse"
4 individuelle Schreibspaziergänge
1 Inhouse-Workshop
9 Online-Workshops
1 Präsenz-Workshop
1 Buchmanuskript geschrieben
6 Kurzgeschichten geschrieben
1 Blogparade ausgeschrieben
18 Teilnehmer bei der Blogparade
~ 40 Videos gedreht
unzählige Gespräche über das Schreiben geführt
unzählige Buchstaben auf Papier gebracht 

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Meine 6 TOP-Blogartikel 

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 Bücher, die mich 2021 inspirierten

Sachbücher

Romane / Memoire

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Menschen, denen ich 2021 besonders dankbar bin

Das sind neben meinem Mann, meinen Geschwistern und Freunden:

  • Claus Zerenko, Trainer & Marketing-Enthusiast, für seine Unterstützung, dem Ermutigen und der Geduld mit mir
  • den Trainerinnen und Trainern des writer's studio, allen voran Johanna Vedral, Judith Wolfsberger und Eva Hammani-Freisleben
  • meinen Trainer-Kolleginnen Martina Tischer, Gudrun Bücher und Stefanie Brodmann für die vielen Gespräche rund ums Schreiben und die Feedbacks
  • Georg Rittstieg, für seine Aktion "30 x 1 Stunde schreiben", die  mich ins Schreiben meines Buches brachte
  • Ulli Anderwald für die Adventkalender-Challenge
  • Christian Bachler, der mich einst zum Schreiben anstiftete, mich motivierte und inspirierte (RIP mein Freund, ich vermisse dich)
  • den Teilnehmerinnen und Teilnehmern meiner Workshops

Anmerkung: Nennen und setzen der Links erfolgt aus freien Stücken und ich beziehe keinerlei Provisionen - weder in Geld noch in Naturalien - dafür. Nur damit ich das der Vollständigkeit halber erwähnt habe. 😘

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Wie geht es weiter?

Mein Programm für den Jänner ist dicht, aber ich freue schon riesig darauf. Alle Workshops finden online statt. Und nach einer Weiterbildung in den Weihnachtsferien zum Thema "Mindwriting" starte ich mit den Schreibinaren, die bis auf weiteres kostenlos bleiben.

am 10. Jan. 2022 | 18:00 bis 19:00 Uhr - Thema: JETZT
am 17. Jan. 2022 | 09:00 bis 10:00 Uhr - Thema: Einzigartig

Zu den Schreibinaren >

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Danach eröffnet die 'Schreibzone', eine kleine Gruppe von Vielschreibern und Vielschreiberinnen, die in der gemeinsam schreibt und sich anschließend gegenseitig Feedback zu den Texten gibt. Das erste Treffen ist am 19. Jänner von 18:00 bis 21:00 Uhr.

Zur Schreibzone >

trennstrich

21. JAN. - 17:00 BIS 20:00 UHR
WORKSHOP: UNSINN MACHT SINN - KREATIVES SCHREIBEN MIT TIEFGANG

Wir spielen mit Wörtern, Sprache, erfinden Geschichten, schreiben Gedichte (ohne literarischen Anspruch), denken und schreiben um die Ecke und fördern so unsere Kreativität und unser Sprachgefühl.

Zum Workshop - Unsinn macht Sinn >


trennstrich

SA, 29.01.2022 | 09:00 BIS 12:00 UHR
ONLINE-SCHREIBFRÜHSTÜCK: 'ICH BIN ICH' - SCHREIBEN ZUR SELBSTREFLEXION

In diesem Workshop leite ich dich mit gezielten Schreibübungen an, über die letzten Wochen zu reflektieren und dich mit deinen aktuellen Herausforderungen zu beschäftigen, Lösungen zu finden und die nächsten Schritte festzulegen.

Zum Schreibfrühstück >

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FR, 04.02.2022 | 17:00 BIS 20:00 UHR
COLLAGE ALS SPRUNGBRETT INS SCHREIBEN - SCHREIBEN MIT COLLAGEN

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, so wie eine Collage. Mit den Collagen lösen wir Denkblockaden und bringen neue Perspektiven in unsere Texte. Wir lassen Bilder sprechen und hören hin, welche Geschichten sie uns erzählen.

Zum Workshop "Schreiben mit Collagen" >

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Und falls du Solopreneurin oder Einzelunternehmer bist und das Erstellen deines Contents für Social Media oder deiner Website immer wieder hinausschiebst, wieso machen wir es nicht gemeinsam - im Co-Working?

Erster Temin für den Content-Vormittag 2022: 26. Jan. von 9:00 bis 12:00 Uhr

Zum Content-Vormittag >

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Meine Ziele und Wünsche für 2022

collage2022

Collage 2022


Meine Wünsche und Ziele

2021 habe ich die Weichen gestellt und die Richtung ist für mich sonnenklar, worüber ich sehr froh bin. Ich möchte meine Herzensprojekte voran bringen und das wären:

  • Das 'Ich-bin-Ich'-Journal zu dem auch meine Kreativ-Schreibworkshops zählen (Anm. über das 'Ich-bin-Ich'-Journal wirst du in den nächsten Monaten noch einiges erfahren ... 😊)
  • Mein Memoire weiterschreiben oder auch fertig schreiben.
  • Und vielleicht am in der zweiten Jahreshälfte den Content-Baukasten samt Workshops wieder in Fahrt bringen.

Nachdem ich mir immer wieder zu viel vornehme, habe ich meine Herzensprojekte auch nach ihrer Priorität geordnet. Denn neben dem Schreiben, Workshop halten und dem Marketing dafür, brauche ich Zeit für mich, Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden. 

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In diesem Sinne wünsche ich dir einen guten Rutsch und viel Liebe, Freude und Erfolg für 2022. 



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Achtsamkeit für Anfänger https://www.rosa-pessl.at/blog/achtsamkeit-und-schreiben/ https://www.rosa-pessl.at/blog/achtsamkeit-und-schreiben/#comments Tue, 21 Dec 2021 23:52:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/achtsamkeit-und-schreiben/ Weiterlesen

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Na geh, wie schreib man DAS schon wieder? Verflucht, ich bin wohl zu dumm, zum Schreiben. Ach was, das passt hinten und vorne nicht und überhaupt, meine Deutschlehrerin, die hatte recht: Ich kann nicht schreiben. Ist wohl besser, ich lass das Schreiben sein und bleibe beim Einkaufszettel.

Kennst du diese oder ähnliche Gedanken? Hand aufs Herz, SO wird es tatsächlich nichts außer Krampf und Kampf, egal welche Texte du aus dir heraus prügelst. Dabei bin ich überzeugt, dass du schreiben kannst und das sagt nicht mein Marketing-Hirn, das meine ich ehrlich. Der Tod jedes Textes ist Zwang. Mit angelegten Daumenschrauben können wir nicht kreativ sein und von Freude beim Tun sind wir meilenweit entfernt. Also weg damit: Weg mit den hässlichen Selbstbeschimpfungen, für deren Existenz es keine Grundlage gibt. 

Das ist leichter gesagt als getan. Ich weiß, wie hartnäckig Altlasten an einem kleben können. Zum Beispiel war ich in der Schule nach Aussagen meiner Lehrer eine Katastrophe. Beim Zeichnen: "Was ist denn das?", war die Standardfrage meiner Lehrer, dabei zogen sie die Augenbrauen hoch. Meinen Lehrern war entgangen, dass es abstrakte Malerei gibt, die ja gerade die Fantasie der Betrachter anregen soll. Musik: Ich wurde zum Vorsingen aufgerufen zur Belustigung des Musiklehrers und der gesamten Klasse. Die Folge: Selbst 15 Jahre später mutierte ich bei einem einfachen Happy Birthday zum Karpfen. Es hat gedauert, bis ich dieses Karpfen-Dasein ablegte. Heute singe ich selten, aber wenn ich es tue, dann mit Begeisterung. Wie das für fremde Ohren klingt, ist mir zunächst mal völlig egal.

Wir haben gelernt, (selbst)kritisch zu sein; alles zu bewerten. Richtig oder falsch? Schwarz oder Weiß?  Unsere Selbstkritik wird genährt von all den Empfehlungen zur Selbstoptimierung; Tipps, die millionenfach im Internet herumflattern. Jederzeit griffbereit. Im Daueroptimierungsmodus zu sein, das ist verflucht anstrengend. Denn, was wir nicht gelernt haben, ist achtsam zu sein.

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Aber, was ist Achtsamkeit überhaupt?

Lange Zeit habe ich Achtsamkeit mit meditieren und Bäume umarmen gleichgesetzt. Nun, ich und meditieren ... So gut es für unsere Seelen sein mag, eine Meditation wird von mir meist durch Schnarchgeräusche unterbrochen. Außerdem ist meine Sprache - nennen wir so - nicht gerade weichgespült, vielleicht zu wenig achtsam? Also passt Achtsamkeit überhaupt zu mir? Das fragte ich mich, bevor ich meinen Adventkalender "24 achtsame Schreibimpulse" ins Leben rief. Bullshit! Achtsamkeit steckt in jeder Faser unseres Lebens. Ich kann immer und überall achtsam sein. 

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Meine 6 Prinzipien einer achtsamen Haltung oder eines achtsamen Umgangs mit sich selbst

Prinzip 1: Wahrnehmen

Achtsamkeit ist für mich bewusstes Wahrnehmen mit allen Sinnen. Was sehe ich, was höre, fühle, rieche, schmecke ich. Aber nicht nur! Dazu gehört auch die Frage: Was brauche ich? Was brauche ich in dieser Situation? Jetzt, in diesem Moment! Sehr oft sind es nur kleine Dinge, die wir gerade jetzt brauchen. Etwas Ruhe, 5 Min. aus dem Fenster schauen und die Gedanken ziehen lassen, eine andere Sitzposition, frische Luft, eine Tasse Tee ... Vielleicht zählst du - so wie ich - zu jenen Menschen, die diese Kleinigkeiten gerne vergessen, wenn sie in eine Sache vertieft sind. Also öfters mal hin spüren, was tut dir jetzt gut?

Prinzip 2: Akzeptieren

Es ist, wie es ist! Nein, in diesem Moment ist es, wie es ist. Aktuell wird es um 16:30 dunkel. Es regnet. Es ist kalt. Der nächste Lockdown ist (eventuell) im Anmarsch. Das kann ich nicht ändern. Genauso wenig ändern kann ich es, wenn ich mich verbummelt und den Zug versäumt habe oder einen Fehler gemacht habe. Ja, ich kann es das nächste Mal besser machen, aber im Moment ist es, so wie es ist. Atmen, kurz innehalten und annehmen. Selbstvorwürfe machen es nicht wieder gut. Hinfallen, aufstehen und Krone richten.

Prinzip 3: Hier und JETZT

Boah, darüber könnte ich viel erzählen, dennoch fasse ich mich kurz. Ich habe lange Zeit in der Vergangenheit gelebt: Wenn das doch anders gelaufen wäre, dann wäre jetzt alles einfacher. Dann habe ich in der Zukunft gelebt: Wenn ich mich anstrenge, wird morgen alles besser werden ... Nur noch ein bisschen, bis morgen ... Dieses Morgen kam nie und beide Lebenshaltungen waren nicht gerade komfortabel. Das Schöne passiert im Hier und Jetzt, vorausgesetzt, ich habe Augen, Ohren und Herz dafür offen.

Prinzip 4: Nicht bewerten

Richtig, falsch, gut, schlecht, schwarz, weiß, zu dick, zu dünn, zu krumm, zu grell, zu laut, zu leise, zu kitschig, zu was-weiß-ich-was ... Ich habe das Gefühl, wir laufen ständig im Bewertungsmodus herum. Doch wer oder was setzt den Maßstab? Vieles ist sowieso Liebe auf den zweiten Blick und achtsam kann ich nur sein, wenn ich aus dem Bewertungsmodus aussteige. Wir hatten es schon einmal: Es ist, wie es ist (was bitte nicht heißen soll, dass alles so bleiben muss, wie es ist). 

Prinzip 5: Das Wort UND

Und - mein Lieblingswort! Es gibt immer mehrere Wahrheiten und sie dürfen nebeneinander existieren. Das ist herausfordernd, aber noch mehr bereichernd. Ich habe viele ODER's durch UND's ersetzt. Ich bin chaotisch und strukturiert. Ich bin Schreibtrainerin und kenne Schreibschwierigkeiten. Ich bin introvertiert und doch manchmal laut. Und du? Vielleicht kannst auch du ein ODER durch ein UND ersetzen. 

Prinzip 6: Sich erlauben achtsam zu sein 

Ich beobachte gerne die Enten am Teich, dabei lasse ich meine Gedanken ziehen. Ich könnte stundenlang dasitzen und ihnen zuschauen. Meistens bekommen sie Namen. Eine davon heißt immer Martha. Während ich das tue, werden Stimmen wach, wie "Mensch, ist das kindisch!" und "Hast du nichts Besseres zu tun?" und "Bist du nicht noch zu jung, um Enten nachzuschauen?"  Ich lächle diesen Stimmen freundlich zu und lass sie weiterziehen. Mittlerweile! Ich erlaube mir diese Auszeiten, genauso wie ich mir erlaube einfach mal stehen zu bleiben und die Umgebung um mich bewusst wahrzunehmen, mit allen Sinnen. Womit wir wieder bei Prinzip 1 wären.

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Achtsamkeit und Schreiben

Schreiben und Achtsamkeit sind Zwillinge. Ich kann den Moment der Achtsamkeit, meine Eindrücke, meine Gefühle in diesem Moment durch das Schreiben intensiver erleben. Und durch das Aufschreiben bleiben meine Eindrücke 'erhalten'.

Ich habe mit Martina Tischer, Ernäherungscoach, Autorin und Schreibtrainerin über Achtsamkeit gesprochen. Hör rein in das Interview.,

Martina Tischer und ich sprechen über Achtsamkeit & Schreiben.


schmetterling


9 Tipps für achtsames Schreiben

1. Schreibe nur für dich

Du bist Schreiberin und Leserin unisono. Niemand anderer muss deinen Text jemals lesen, geschweige denn muss er jemanden gefallen. Schreibe deine Texte (zunächst) frei von jedem Anspruch. 

2. Pfeif' auf Rechtschreibung, Grammatik, Stil

Im ersten Moment ist es vollkommen egal, ob du 'vollkommen' korrekt schreibst oder 'volkomen' oder ob das  vollkommen gut klingt. Wenn du deinen Text veröffentlichen möchtest, überarbeite ihn Schritt für Schritt. Doch lass beim Schreiben des ersten Wurfs Rechtschreibung & Co außen vor.

3. Schicke deine inneren kritischen Stimmen auf Urlaub

Du kennst sicher die vielen kritischen Stimmen: "Das klingt aber bescheiden...", "Das wird nichts ...", "Na so war es doch nicht ...", "Jetzt hast du schon wieder keinen Übergang geschrieben", und, und, und. Ich erzähle meinen inneren kritischen Stimmen immer, dass sie während des Schreibens sich ruhig auf die faule Haut legen dürfen. Später - beim Überarbeiten - hole ich sie langsam mit ins Boot. Beim Überarbeiten können sie nützlich sein, nicht jedoch in der ersten Schreibphase.

4. Erlaube dir, 'schlechte Texte' zu schreiben

Auch die explizite Erlaubnis, schlechte Texte zu schreiben, kann dir helfen, die inneren kritischen Stimmen auszutricksen. Aus vermeintlich schlechten Texten entstehen oft Perlen. Lass es zu - es gibt nichts zu verlieren. Eine Kundin sagte zu mir: "Ich habe den Text so richtig dahingerotzt". Ja, genau das meine ich!😀

5. Erlaube dir, zu spielen

Spiele mit den Worten, wechsle Perspektiven und schreibe Texte aus einer ganz anderen Sicht, schreibe dir selbst Briefe und antworte darauf. Alle diese Übungen helfen uns, eingefahrene Denkstrukturen zu verlassen und Neues zu entdecken. Außerdem: Spielen macht Spaß. Kurze Werbeeinschaltung: Vielleicht hast du Lust, dir in einem Workshop Inspirationen zu holen (Workshop: Unsinn macht Sinn).

6. Erlaube dir, 'unproduktiv' zu sein 

Wusstest du, dass Studenten, die während der Vorlesung vor sich hindoodelten, wesentlich aufmerksamer sind als jene, die ihre Hefte sauber hielten? Darüber gibt es Studien! Seit einigen Jahren ist meditatives Zeichnen (auch unter dem Markennamen Zentangle® bekannt), zum Trend geworden. Absichtsloses vor sich hinzeichnen und kritzeln kann dir dabei helfen, ist Erholung für unser Gehirn und kann dir dabei helfen, ins Schreiben zu kommen. Probier es einfach aus. 

7. Schreibe zwischendurch auch mal Nonsens

Ich bin der Meinung, wir blödeln viel zu wenig. Schreibe alberne Texte. Vermische verschiedenen Sprache. Versuche nur mit Lauten ein Gedicht zu schreiben, erfinde neue Wörter. Stimmt, das gehört eigentlich zum Spielen, aber hier meine ich, richtigen 'Blödsinn' zu schreiben. Blödsinn mit genau so viel Sinn im Blöd wie Enten einen Namen zu geben. Das erfrischt unser Gehirn.

8. Schreibe mit der Hand

Die Füllfeder kratzt, das Papier fühlt sich glatt an. Es unzählige Schreibuntergründe, zB. mit Filzstift in ein altes Buch, auf Karton, auf bunten Papier, in Notizbücher, Schulhefte, auf Postkarten ... Experimentiere mit dem Material und spüre hin, wie fühlen sich die unterschiedlichen Formate an. Auch wenn du längere Texte tippst, lege immer mal Pausen ein, in dem du besondere oder schwierige Passagen mit der Hand schreibst. Übrigens werden handgeschriebene Texte oft kreativer und die inneren Kritiker verhalten sich tedenziell ruhiger.

9. Alles darf, nichts muss

Die goldene Regel! Für das Schreiben, für alle Tipps, für alle Anregungen in meinen Workshops gilt: Alles darf, nichts muss. Manchmal verspüren wir beim Schreiben Widerstand. Es lohnt sich, die Hürde zu nehmen und trotzdem weiterzuschreiben. Genau dort, wo der Widerstand ist, verbergen sich oft wertvolle Erkenntnisse. ABER (jetzt wirklich großgeschrieben!) wenn dein Schreiben in Zwang übergeht oder du dich in Schmerz, Trauer und Traumata hineinschreiben beginnst. STOPP! Sei liebevoll zu dir! Wie geht es dir beim Schreiben? Wie fühlst du dich? Womit wir wieder bei Prinzipien der Achtsamkeit wären.

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Ich wünsche dir schöne Schreibmomente und hinterlasse mir gerne zu diesem Artikel. 

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61 Dinge, die mich glücklich machen https://www.rosa-pessl.at/blog/dinge-gluecklich-machen/ https://www.rosa-pessl.at/blog/dinge-gluecklich-machen/#comments Sat, 04 Dec 2021 20:42:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/dinge-gluecklich-machen/ Weiterlesen

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Im hektischen Alltagsgetriebe gehen die kleinen Wünsche oft unter. Dabei beschert uns gerade Erfüllung der kleinen Wünsche Glücksgefühle und lässt unseren Energielevel - trotz  (vielleicht) widriger Umstände - hochschnellen. In diesem Blogartikel erfährst du eine Methode, die aus Wünschen fixe Termine in unseren Terminkalender werden lässt. Außerdem findest du am Ende des Artikels 61 Dinge, die mich glücklich machen, wenig kosten und Inspirationen für deine Wunschliste sind. 

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Inhaltsverzeichnis

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Aus Wünschen Termine machen - die Wunschothek

Vielleicht kennst du das? Lange Zeit hegst du einen Wunsch, aber irgendwie kommt es nie dazu, dass du dir diesen Wunsch erfüllst. Dabei ist es kein großer Wunsch, der sich schwer erfüllen ließe, weil einfach nicht die Zeit oder die finanziellen Ressourcen da wären. Es sind durchwegs kleine Wünsche. 

Für 2022 habe ich mir eine "Wunschothek" gebaut. Dh. ich schreibe mir jeden Wunsch auf einen kleinen Abrissstreifen (siehe Bild) und deponiere diese Streifen in meinem Journal. Jeden Monat achte ich darauf, dass einige dieser Wünsche in meine Planung aufgenommen werden. Ich nehme den Abrissstreifen und klebe sie mir in meine Monatsjournalübersicht bzw. in meinem Terminkalender. So vergesse ich nicht auf meine kleinen Wünsche, bleibe aktiv und habe stets etwas, worauf ich mich freuen kann. 😁

blog wunschothek

Beispielbild einer 'Wunschothek'

Die Wunschothek als Belohnungsliste

Die Wunschothek ist gleichzeitig eine Belohnungsliste, aber nicht nur. Selbstverständlich darf ich mir auch Wünsche erfüllen, ohne dafür etwas geleistet zu haben. Nein, dürfen ist das falsche Modalverb: Wir müssen uns diese Wünsche erfüllen, auch ohne etwas geleistet zu haben. Woher sollen wir sonst die Kraft nehmen, um etwas zu leisten? Doch ab und zu sich einen Motivationskick in Form einer Belohnung zu geben, kann viele halbgestrickte Westen plötzlich in elegante tragfähige Stücke verwandeln.

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Warum kleine Wünsche wichtig sind

Doch immer nur mit der Karotte vor der Nase herumzulaufen, macht auf Dauer keine Freude. Die Wunschothek ist wie eine Bar, gefüllt mit Dingen, die dir guttun, aus denen du neue Kraft und Energie schöpfen kannst. Befülle diese Bar vorwiegend mit kleinen Dingen und weniger mit den großen Wunschträumen, auf die du wahrscheinlich noch Jahre hinsparen wirst. Diese Wunschträume dürfen auch Platz haben, so wie der teuerste Gin in einer Bar, der auf die einmalige Gelegenheit wartet, zu einem besonderen Anlass getrunken zu werden. Doch wenn deine Bar nur mit edlen Getränken, die für besondere Anlässe, die wahrscheinlich erst übernächstes Jahr eintreffen werden, bestückt ist, so bleibt die Bar lange Zeit geschlossen. Das ist nicht Sinn der Wunschothek. Also sorge für einen guten Mix. Einen Teil meiner Wunschothek findest du am Ende des Artikels, als Anregung für dich.


Die Wunschothek als Energietankstelle 

Vielleicht wiederhole ich mich, aber warum ist es wichtig, nicht nur den teuersten Gin in seiner Bar zu haben? Warum also nicht nur Wunschträume? Sind Träume denn jetzt wieder Schäume? Darf man nicht mehr träumen? Nein ...

Nur aktuell spüren wir sehr deutlich, wie rasch sich die Welt verändert. Von einem Tag auf den anderen gelten andere Maßnahmen, heute Maske, morgen FFP2-Maske, übermorgen Lockdown. Dürfen wir unsere Kinder in die Schule schicken? Wie gehe ich jetzt mit dem Thema 'Impfen', dem Zwang, der Spaltung der Gesellschaft, Mobbing, weil nicht oder weil doch geimpft, und wie geht es wirklich weiter? Wir sind erschüttert in den Grundfesten unseres Vertrauens in Regierungen, in der Gesellschaft, in unserer (Schein-)Sicherheit. Eine Erschütterung, die wir aus meiner persönlichen Sicht noch Jahrzehnte nach der Pandemie spüren werden. Doch was können nun simple Papierstreifen mit Wünschen dagegen ausrichten?

Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir unsere Kraftquellen kennenlernen und sie uns regelmäßig verordnen. Ich wähle den Begriff "verordnen" tatsächlich bewusst, weil ich es als quasi überlebenswichtig erachte, sich regelmäßig Auszeiten zu nehmen. Ja, gerade in einer Welt, die irgendwie unterzugehen zu droht, in der noch mehr Stress herrscht als sonst schon üblich, in der wir uns unserer 'Sicherheit' auf die eine oder andere Weise beraubt fühlen ... 

Diese simplen Papierstreifen können dir helfen:

  • dir klar zu werden, was dir guttut, indem du dich mit deinen Wünschen befasst,
  • dich dabei unterstützen, dass zu tun, was dir guttut, indem du die Erfüllung deiner Wünsche sukzessive einplanst, 
  • dich über manche nicht veränderbare Tatsachen hinwegtrösten, weil du nicht nur das Negative der aktuellen Situation erfährst, sondern dir auch deine Wünsche erfüllst,
  • dich immer wieder daran zu erinnern, dass das Leben AUCH schön ist (so verflucht platt es klingt); schau dir deine Wunschothek an und schau dir auch an, wie viele Wünsche du dir trotz vielleicht widriger Umstände erfüllen konntest.

Mit den eigenen Wünschen bewusst umzugehen und das Schöne zu sehen ist für mich ein wichtiger Teil der Selbstfürsorge. Daher nehme ich mit diesem Artikel auch bei der Blogparade von Anna Koschinski "So wichtig ist Selbstfürsorge" teil. 


Meine 'Wunschothek' mit 61 Dingen, die mich glücklich machen, als Inspiration für dich ...

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Im Frühling

  • Schneerosenblütenwanderung
  • Besuch der Narzissenwiese
  • Almspaziergang zur Zeit der Schneeschmelze
  • Bärlauchnudeln & Brennnessselspinat
  • Wildkräutersalat mit selbst gesammelten Kräutern
  • Schreibspaziergänge können starten
  • Den Grillen beim Zirpen zuhören
  • Morcheln im Wald finden (vielleicht)
  • Das erste Picknick im Jahr
  • Die Enten am Teich beobachten
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Im Sommer

  • Baden in den Gumpen
  • Die Gischt eines Wasserfalls spüren
  • Laue Sommernächte draußen genießen
  • Auf der Wiese liegen und den Wolkenbildern nachschauen
  • Wiesenblumenstrauß zu pflücken
  • Den Nordseewind um die Nase wehen lassen (hoffentlich)
  • Eine Höhle besuchen
  • Eine ausgedehnte Flusswanderung machen
  • Regenspaziergang im Wald
  • Den Fröschen beim Quaken zuhören
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Im Herbst

  • Die erste Tüte Maroni der Saison in den Händen halten
  • Durch das Laub spazieren und es aufwirbeln
  • Apfelernte und Apfelkuchen backen
  • Abends durch den Friedhof zu spazieren
  • Den Raben zuschauen und ihnen Namen geben
  • Vollmondspaziergang
  • Das goldene Licht zum Fotografieren zu nutzen
  • Kerzen, Duftlampen und Räucherstäbchen auspacken
  • Einen guten Krimi anschauen
  • Spieleabend mit Freunden


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Im Winter

  • Die ersten Schneefotos mit Hund zu machen
  • Schneeschuhwandern / durch den Schnee stapfen
  • Beim Spazierengehen die Eiszapfen zählen
  • Einen Schneemann bauen
  • In die Sauna zu gehen
  • Wanderung zur Wintersonnenwende
  • Weihnachten und Nichtstun
  • Am Kaminfeuer ein Buch lesen
  • Ins Kino gehen
  • Fackelwanderung 


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Kleine Freuden für das ganze Jahr

  • Beim Lieblingssong abshaken
  • Seine eigene Happy-Song-Play-List erstellen
  • SINGEN
  • Den eigenen Tag zeichnen
  • Ein Bild malen, sich kreativ austoben
  • Ein Buch (wieder) lesen
  • Sofa-Abend mit der Katze auf dem Bauch
  • Den Hund streicheln
  • Ein Powernäppchen machen
  • Eine Fahrt ins Nichts unternehmen
  • Fotospaziergang
  • Ein Brot backen
  • Ein Gedicht schreiben
  • "Stan & Ollie"-Filmabend
  • Eine humorige Geschichte schreiben
  • Eigene Wörter erfinden (mit Sprache spielen)
  • Ein Gedicht in einer Fremdsprache anhören
  • Zentangle®, bzw. meditatives Zeichnen
  • Sich draußen mit den Enten, Schwänen, Eichhörnchen ... 'unterhalten' und darüber schreiben
  • Bewusst einkaufen und sich selbst mit einem besonderen Gericht bekochen
  • Schreiben, schreiben, schreiben ... 😁
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Es gibt so viele 'kleine Dinge', die glücklich machen. Lass mich gerne wissen, was auf deiner Wunschliste steht und hinterlasse ein Kommentar.😎 Ich wünsche dir viel Freude beim Erstellen der Wunschothek und noch mehr beim Erfüllen deiner Wünsche.


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Novembergefühle? Warum ich schreibe ... https://www.rosa-pessl.at/blog/warum-ich-schreibe-november/ https://www.rosa-pessl.at/blog/warum-ich-schreibe-november/#comments Wed, 01 Dec 2021 00:00:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/warum-ich-schreibe-november/ Weiterlesen

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Ich sitze in meinem Office und die Sonne strahlt durch das Fenster. Es ist der dreißigste November und mit diesem Tag geht ein herrlicher November zu Ende. In den letzten Wochen reihte sich ein untypischer Novembertag sich an den nächsten, so als wollten sie der "Pandemie-Lock-Down-Staffel-Nummer-4-Stimmung" Parole bieten. So, als wollten sie sagen, es gibt doch noch Grund für Optimismus. 

Ich denke zurück: Früher, vor ein paar Jahren noch, hätte ich mich dem Pessimismus hingegeben, wäre versunken im Jammertal der Hoffnungslosigkeit. Heute darf die Pandemie und alle damit verbundenen schlechten Nachrichten draußen bleiben. Nein, es lässt mich nicht unberührt, ich muss mich aber deswegen nicht jeder Nachricht, jeder wie auch immer gearteten Statistik und jeder Panikmacherei (ungeachtet dessen Richtung) aussetzen. Ich habe in den letzten zwei Jahren einen guten Filter entwickelt, der mich vor dem 'Jammertal dieser Hoffnungslosigkeit' schützt. Ich gehe achtsam mit Informationen um, die auf mich hereinprasseln und ich gebe mir ganz bewusst Raum, um einen Overload vorzubeugen. Dabei spielt das Schreiben eine große Rolle.

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Warum ich schreibe?

Schreiben als Akt der Selbstfürsorge

Schreiben war und ist für mich ein Werkzeug, nicht nur um schöne Texte auf Papier zu bringen. Viel mehr ist Schreiben ein Weg, um genau solche 'Informationsfilter' zu entwickeln. Ich horche in mich hinein und schreibe auf, was ich brauche, um mich auch in solchen herausfordernden Situationen, wie der aktuellen Pandemie-Situation, doch noch wohl zu fühlen, meine Batterien aufzuladen und ich horche auch hin, was mir nicht guttut. Während ich beim reinen Nachdenken dazu neige, mich in Grübeleien und gedanklichen Endlosschleifen zu verfangen, passiert mir das beim Schreiben nicht (oder sehr selten). Außerdem: Alles, was aufgeschrieben ist, wird verbindlicher. Ich denke, wir alle neigen dazu, unsere eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen. Mit "Es wird schon irgendwie gehen" oder  "Ach was, vielleicht bin ich doch bloß zu sensibel" oder "Da muss ich eben durch" oder ähnlichen Beschwichtigungen beruhigen wir uns, machen weiter und gehen dabei oft über unsere Grenzen. Durch das Aufschreiben rücken unserer Wünsche und Bedürfnisse mehr ins Bewusstsein und es wird schwieriger, sie zu negieren. Schreiben ist also auch ein Akt der Selbstfürsorge.

Dabei ist es essenziell, dass wir uns selbst in einer liebevollen, wohlwollenden und wertschätzenden Haltung begegnen. Es hilft uns gar nichts, wenn wir uns kritisieren, uns im Selbst-Vorwurfs-Beschuldigungs-Karusell immer schneller im Kreis drehen oder uns gar beschimpfen. Um beim Schreiben zu tiefgreifenden Erkenntnissen zu gelangen, muss ich offen sein für das, was aus mir herausgeschrieben werden will, frei und ohne Bewertung. 

Was verbindet Schreiben und Achtsamkeit

Einen Moment, einen Augenblick ohne Bewertung wahrzunehmen heißt achtsam sein. Durch das Schreiben verstärke ich den Moment der Achtsamkeit und kann ihn intensiver erleben. Was Achtsamkeit noch bedeutet, darüber spreche ich mit Martina Tischer, Ernährungscoach, Autorin und Schreibtrainerin im Interview. 

Hier geht es zum Interview >

arbeiten 1

Das war mein November

Totgesagte leben länger: Meine Erfahrung mit facebook-Ads

Im November drehte sich auch in meinem Business viel rund um das Thema Achtsamkeit. So habe ich einen Adventkalender mit 24 achtsamen Schreibimpulsen 'befüllt', der aktuell 308 Abonnenten hat. Eine Zahl, von der ich Anfang des Monats nicht zu träumen wagte. Diese Zahl konnte ich nur durch Werbeanzeigen auf facebook erreichen. Meine Conclusio: Werben auf facebook wirkt entgegen vieler Unkenrufe doch, wobei ich das nicht ohne professionelle Hilfe gewagt hätte. Wie auch immer, ich bin unendlich glücklich mit dem Ergebnis und da Werbung für jeden Solopreneur, jede Solopreneurin, einfach wichtig ist, an dieser Stelle nochmals den Hinweis für meinen Adventkalender, falls du ihn nicht schon abonniert hast: 24 achtsame Schreibimpulse abonnieren (Die bereits geöffneten Türchen kannst du in der dazugehörigen facebook-Gruppe sehen).

Wunderbare Begegnungen bei den Schreibinaren

Im November startete ich mit dem Schreibinaren am Montag. Letzten Montag durfte ich mit sieben wundervollen Frauen online schreiben. Was als Programm 'zum Kennenlernen' gedacht war, ist für mich zu einer magischen Stunde geworden: Menschen schreiben, gewinnen neue Erkenntnisse und gehen mit einem Lächeln aus dem Schreibinar. ❤ Deswegen bin ich Schreibtrainerin geworden und ich bereue meinen Entschluss keine Sekunde.

Sichtbarkeit und die Sache mit dem ersten Malen

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?

Schritt für Schritt sichtbar werden. Das heißt immer wieder Hürden überspringen, immer wieder etwas zum ersten Mal tun. Für Menschen, die sich eher zu der introvertierten Spezies zählen, auch immer wieder eine neue Herausforderung. Diesen Monat habe ich begonnen, mich mit Instagram-Reels zu beschäftigen und mir auch einen lang gehegten (wenn auch geheimen) Wunsch erfüllt, nämlich ein Interview zu machen. Meine Interviewpartnerin war Martina Tischer. Ja, es ist das Interview über Achtsamkeit.😁 Es hat total Spaß gemacht. Dabei habe ich festgestellt, wenn ich es schaffe, den eigenen Perfektionsanspruch in Zaum zu halten, wenn ich alle gelesenen, gehörten Tipps, wie man es macht oder zu machen hat, auf deren Relevanz sondiere und vieles auch einfach ignoriere, dann sind die ersten Male gar nicht mal so schwierig; womit wir auch wieder beim Filtern von Nachrichten und Informationen wären. Außerdem: Ich bin keine Fersehsprecherin und das nächste Interview darf besser werden, aber perfekt? Done is better than perfect und seien wir doch ehrlich: Charme und Perfektion vertragen sich schlecht miteinander 😁.

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Was bedeutet Achtsamkeit für dich? Und wie war dein November? Hinterlasse mir gerne ein Kommentar.



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Zwischen einzig und artig https://www.rosa-pessl.at/blog/zwischen-einzig-und-artig/ https://www.rosa-pessl.at/blog/zwischen-einzig-und-artig/#comments Fri, 12 Nov 2021 12:33:54 +0000 Essay https://www.rosa-pessl.at/blog/zwischen-einzig-und-artig/ Weiterlesen

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Ich sitze über meinem Social Media Plan und wieder springt mir dieser Begriff ins Auge, von dem alle sprechen, ohne den auf Instagram gar nichts mehr gehen soll. Fünf Buchstaben, die mich nervös machen: REELS. Reels, jene kleinen lustigen Videos mit - mehr oder weniger leichtfüßig - tanzenden Protagonisten.

Ich selbst hatte es noch nie mit der Leichtfüßigkeit und beim Tanzkurs bin ich bei Polka kläglich gescheitert. Ständig kamen mir die Füße meines Tanzpartners dazwischen. Nun gut, das ist immerhin schon fast dreißig Jahre her, aber bei manchen musikalischen Klängen, die Reels untermalen und mich erschrecken, höre ich die Polka-Klänge von damals heraus, auch wenn sie sich cool im Rap- oder WasweißichfürMusik-Mantel daherschleichen.

Raketenreichweite ohne Raketenwissenschaft, das versprechen Social Media Experten und schwören auf Reels. Doch verflucht, wie bekomme ich sie ohne Tanzen und Popo-Wackeln hin? Meine wenigen Versuche Reels mit Grafiken und Fotos zu erstellen schossen wohl eher unter die Decke statt durch, aber in der sich gleichförmig bewegenden Masse, tanzte ich aus der Reihe. Meine Reels, sie waren sicher einzigartig. Einzigartig war wahrscheinlich auch die Zeit und die Nerven, die ich für deren Erstellung investiert habe, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Stellt sich nur die Frage, soll ich artig der Reel-Masse folgen oder einzig bleiben in meiner (Posting-)Welt. Was sind die Folgen?

Einzig und allein zu bleiben, keine Reichweite zu haben, das klingt für mich nach Einsamkeit und Isolation, für die Social Media gerade nicht erfunden wurde. Aber artig der Tanz-und-Popo-Wackeltfraktion zu folgen, verliere ich da nicht meine Einzigartigkeit, mein herzallerliebstes 'Einzig'? Ich habe Modern Talking, Tamagotchi und Pokemon Go überlebt. Ein Hoffnungsschimmer am Horizont erstrahlt: Sind Reels vielleicht auch nur ein Trend? Kann ich nun den Kopf in den Sand stecken und warten bis die Reels vorüberziehen, um mein 'Einzig' zu retten? Kopf in den Sand stecken? Einzig oder artig sein? Das sind hier die Fragen.

Abseits von Reels und Social Media bemerke ich immer mehr Artigkeit statt Einzigartigkeit. Es fühlt sich an, wie bei den Reels: Individualität wird gepriesen, Gleichschaltung scheint ein indirektes Muss zu sein. Für meine Individualität "brauche ich", "muss ich", "solle ich" höre ich die ganze Zeit. Aber was, wenn dieses "Müssen", "Brauchen" oder "Sollen" nicht in meine Welt passt? Passe ich dann nicht in diese Welt? Ein brandgefährliches, verletzendes Gedankenspiel. Ein Gedankenspiel, das uns unserer Individualität beraubt, wollen wir doch alle dazugehören. Der Aphorismus des Schweizer Medienanalysten Heimito Nollé bringt das Dilemma auf den Punkt: „Wir sind so individualistisch geworden, man kann uns kaum mehr unterscheiden.“ 

Und wieder kommen mir die Reels in den Sinn. Ich öffne meine App und werfe einen Blick hinein. Der Algorithmus ist gnädig und hat wohl Wind bekommen, dass mich Reels mit tanzenden oder Grimassen schneidenden Menschen nerven und ich finde doch ein paar ansprechende Beispiele. Meine Motivation, mich nochmals in dieses Thema hineinzufuchsen, nimmt zu, aber alles Schritt für Schritt. Also ist es offenbar doch möglich mein 'Einzig' zu behalten und trotzdem artig bei Reels mitzumachen. Einzig oder artig? Eine Frage, die vor allem in Zeiten wie diesen nach einem ständigen Überdenken verlangt.  

Nun du: Hast du schon Erfahrungen mit Reels? Wie siehst du die Sache mit der Einzigartigkeit? Hinterlasse mir gerne ein Kommentar.




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In einer Dreierbeziehung https://www.rosa-pessl.at/blog/auftrag-annehmen/ https://www.rosa-pessl.at/blog/auftrag-annehmen/#comments Mon, 25 Oct 2021 22:48:00 +0000 Essay https://www.rosa-pessl.at/blog/auftrag-annehmen/ Weiterlesen

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Ach nein, nicht schon wieder ... Elsa hat mich erblickt und steuert schnurstracks auf mich zu, ohne eine Sekunde ihren Blick zu senken, felsenfest entschlossen, mir den neuesten Klatsch zu erzählen. Ich schaue mich um, ob ich noch irgendwo ein Fluchtweg, wenigstens ein Mauseloch ist,  dann steht Elsa auch schon schnaubend vor mir. "Stell dir vor", legt sie sofort los, ohne mich zu begrüßen. "Stell dir vor, die Susi ist jetzt mit dem Thorsten zusammen."  Das letzte Mal hieß er doch Jörg, denke ich. Als ob Elsa meine Gedanken gelesen hätte, fügt sie hinzu: " ... und mit dem Jörg auch ...". Ich möchte keine weiteren Details hören, nicht hier, nicht heute, nicht jetzt ... "Ich weiß Elsa", entgegne ich besonders verständnisvoll. "Dreierbeziehungen sind sehr kompliziert." Elsa schaut mich verdutzt an. Ich nutze ihre Atempause, verabschiede mich und ziehe mit meinem Hund weiter.

Mein Hund schnüffelt genussvoll am Grashalm, während sich über mich dunkle Wolken zusammenbrauen. Die Begegnung mit Elsa geht mir nicht aus dem Kopf. Gleichzeitig lastet eine Anfrage auf meinen Schultern. Eigentlich sollte ich mich freuen über eine lukrative Anfrage für mehrere Workshops. Doch irgendetwas sagt mir, dass hier etwas nicht stimmt. Sofort meldet sich mein innerer Finanzminister und droht mir mit erhobenen Zeigefinger. Ich seufze. Mir ist klar, dass der Umsatz dieses Auftrages mehr als Wellness für mein Bankkonto wäre ... Nach gefühlten Stunden hebt mein Hund sein Bein und wir können endlich weitergehen. 

Was soll denn hier nicht stimmen, frage ich mich. Ein seriöses Unternehmen, klare Anforderungen, na ja relativ klare jedenfalls. Doch immer, wenn sich in der Vergangenheit dieses mulmige Gefühl eingeschlichen hat und ich trotzdem den Auftrag angenommen habe, wurde es schwierig. Oft verdammt schwierig! Dieses mulmige Gefühl, das beeindruckt meinen Finanzminister nicht. Er möchte Zahlen-Daten-Fakten. Faktisch gesehen, sollte ich mich jetzt aber wirklich über die Anfrage freuen, oder?

Stopp, zu spät! Mein Hund wälzt sich in irgendetwas, ich will lieber nicht wissen, worin. "Du bist genauso nervig, wie die Elsa", fauche ich ihn an. Meine Laune ist unter dem Gefrierpunkt gesunken, da kann ja keine Freude aufkommen. Ich ärgere mich und ich ärgere mich, dass ich mich ärgere. Wunderbar, schuld daran sind sicher Elsa und mein Hund. Als wäre das nicht genug, meldet sich eine weitere innere Stimme: "Wolltest du nicht nur mehr Aufträge annehmen, die ...?" Dieses "Wolltest-du-nicht ..."! Die Quelle meines schlechten Gewissens. Und diesmal saß es richtig tief, stammte es doch von meiner inneren Visionärin.

Ich halte meinen Hund an, schneller zu gehen und nicht bei jedem Grashalm in meditative Ebenen zu versinken. Nun trottet das Hundetier stinkend und ebenso mies gelaunt neben mir her. Ja, miese Laune überträgt sich eben. Und ja es stimmt, ich wollte keine Aufträge mehr annehmen, die nicht wirklich zu mir passen und bei denen ich - auch ohne faktische Gründe - eben dieses mulmige Gefühl habe

Ich fühle mich hin- und hergerissen und denke an Susi. Wie hin- und hergerissen muss sie wohl sein? Ich lobe mir die beiden Silben "so" und "lo" in Solopreneur, denn meine Dreierbeziehung zwischen meiner inneren Visionärin, meinem Finanzminister und mir werden zumindest offen geführt. Meine Laune hebt sich wieder ein wenig, kompliziert bleibt es allemal. Wem bin ich und bleibe ich treu? Meinem Bankkonto oder meinen Vorsätzen oder einfach nur mir selbst? Ich entscheide mich für die dritte Variante; ich entscheide mich für mich und schiebe meinen Hund unter die Dusche. Dann beschließe ich, noch einen weiteren Gesprächstermin mit dem vakanten Auftraggeber zu vereinbaren. Vielleicht löst sich danach mein mulmiges Gefühl auf, was ich zwar anzweifle, aber das Gespräch hilft mir, mein Gefühl faktisch zu belegen und meinen Finanzminister zu beruhigen. Das hoffe ich und klappe meinen Laptop auf.

Am nächsten Morgen treffe ich wieder auf Elsa. Vielleicht sollte ich es mir angewöhnen, eine halbe Stunde früher zu gehen. "Stell dir vor", beginnt Elsa wieder, "die Susi ist nun Single." Elsa ist dabei, richtig loszulegen, doch ich eile grußlos mit meinem Hund davon. Nein, heute nicht, heute möchte ich nicht über komplizierte Dreierbeziehungen und deren abruptes Ende nachdenken. Nachdenken, reflektieren oder achtsam sein heißt nicht, jeden Gedanken in seine molekularen Einzelteile zu zerpflücken. Und die Susi, die kenne ich nicht einmal.

Wie geht es mit der Entscheidung Aufträge anzunehmen oder nicht? Hinterlasse mir gerne ein Kommentar.

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Was passiert, wenn nichts passiert? https://www.rosa-pessl.at/blog/essay-nichts-passiert/ https://www.rosa-pessl.at/blog/essay-nichts-passiert/#comments Tue, 19 Oct 2021 17:30:00 +0000 Essay https://www.rosa-pessl.at/blog/essay-nichts-passiert/ Weiterlesen

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Alles steht still, nichts bewegt sich, nichts passiert um mich herum. Stillstand. Ich atme ein und aus, versuche mich leer zu machen. Gedankenleer. Ich suche das Nichts. Dann passiert etwas: Ich horche in meinen Körper hinein, höre zu, spüre die Wärme, spüre es brodeln in mir, in meinem Kopf.

Meine Gedanken wandeln, wirbeln und wuseln wild durcheinander, wie die Ameisen auf den Haufen, den die letzten Strahlen der Herbstsonne noch wärmen. Wie die Ameisen tragen auch meine kleinen Gedanke große Gedanken mit sich. Angeblich können Ameisen das 100fache ihres Körpergewichtes tragen. Doch die Mathematik sagt, so einfach sei es nicht. Denn, das Gewicht und die Masse steigt mit der dritten Potenz der Länge, während hingegen der für die Kraft ausschließlich maßgebende Querschnitt eines Muskels nur im Quadrat der Länge wächst. Alles klar? Meine Gedanken verkrümmen sich zur Quadratur, versuchen Zahlen zu formen, um die tatsächliche Kraft der Ameisen zu erfassen. Am Ende siegt die Erkenntnis: Ich habe Mathematik noch nie gemocht. 

Wenn nichts passiert - oder besser gesagt nichts passieren soll - habe ich Mathematik im Kopf. Ich versuche mit Mathematik einzuschlafen. Ein Schäfchen, zwei Schäfchen ... 25 Schäfchen, beim 105ten und gefühlten 505ten passiert dann doch etwas. Ich stehe auf, mache mir einen Kräutertee, schnappe mir ein Buch und beginne zu lesen. Nachtruhe und Schäfchenzählen ade.

Was passiert, wenn nichts passiert? Ich atme wieder ein, versuche mich auf das Nichts zu fokussieren, meinen Gedankenlärm zum Stillstand zu zwingen. Zwang? Zwecklos! Auf Zwang reagierte ich schon immer mit Trotz. Obwohl meine pubertäre Energie nachgelassen hat und ich mich nicht mehr wild stampfend und schnaubend gegen Alles auflehne, habe ich doch eine hellwache rebellische Stimme in mir. Zum Glück! 

Nichts kann man erzwingen, auch nicht das Nichts. Also lasse ich meine Gedanken los, stelle mir vor, sie wären Wolken, die mit dem Wind vorüberziehen. Schwerelos. Leicht. Ob darin die Schäfchen verborgen sind, die mich nicht schlafen lassen, frage ich mich während ich die Augen schließe und meine Nase in die lachende Herbstsonne strecke. 

Was passiert, wenn nicht passiert? In meiner Tagträumerei schnappe ich mir eine Wolke, halte sie fest, blicke dahinter, und suche es wieder, das Nichts. Ich atme tief durch, schaue zurück auf die letzten Monate, in denen viel passiert ist und doch wiederum nichts.

Hoppla, ist es da versteckt, dieses Nichts, das mich unruhig suchen lässt? Nichts passiert ist auf meinen Social Media Profilen. Zwei Monate lang hatte ich nichts gepostet. Nein, es ist doch was passiert: Ich habe trotzdem neue Follower bekommen und es sind nicht nur zu gut aussehende Männer mit überdimensionalen Bizep und Waschbrettbauch. Bizep, Waschbrettbauch und die Männer - alles nur Fake. Sind Waschbrettbäuche zwischen Reels und Stories überhaupt noch in? Ich versuche mich abzulenken, nicht hinzuschauen, nicht zu fühlen, dieses verfluchte Nichts aus schlechten Gewissen, Unsicherheit, gewürzt mit Angst.

Dann ist es passiert, die all umfassende Frage des Nichts ist da: Habe ich in den letzten Monaten zu wenig getan für Social Media? Für mein Business? Für mich? Wie furchtlose Tiger starren mich diese Frage an, bereit gegen mich zu kämpfen. Auf ihrer Seite ist der Algorithmus, der meine letzten Postings in das Nirvana der Unsichtbarkeit geschossen hat. Der Algorithmus, ein nimmersattes sich ständig wandelndes Wesen. Und wie sagte schon meine Mutter: Von Nichts kommt Nichts. Die mahnende Stimme meiner Mutter im Ohr, die mahnenden Headlines der Social-Media-Gurus und Algorithmus-Päpste vor Augen frage ich mich zu allen Überfluss: Ist dieses Nichts ein Muss oder nichts muss? 

Da eilt mir meine innere Rebellin zu Hilfe, zeigt mir eine lange Nase und flüstert mir keck ins Ohr: "Algorithmus-Sklavin, Algorithmus-S..." Am Ende siegt die Erkenntnis: Ich habe Mathematik noch nie gemocht. 


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Essay, entstanden aus dem Schreibimpuls des Montags-Schreibinars.

collage praesentation


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Alles wird leichter ... https://www.rosa-pessl.at/blog/monatsrueckblick-juni-2021/ https://www.rosa-pessl.at/blog/monatsrueckblick-juni-2021/#comments Sat, 03 Jul 2021 17:39:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/monatsrueckblick-juni-2021/ Weiterlesen

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Das geschah im Juni 2021.

Finale Phase in meiner Ausbildung

Im Oktober vorigen Jahres habe ich die Ausbildung zur Schreibtrainerin beim Writer’s studio (Wien)begonnen. Eigentlich waren die insgesamt acht Module über das gesamte Ausbildungsjahr gut verteilt. Doch der Lockdown machte uns einen Strich durch die Rechnung, sodass sich im Juni drei Module zusammen sammelten. Ich bin erfüllt von all dem Wissen, das ich aufnehmen konnte, erfahren habe und das sich in den nächsten Monaten setzen darf. Kurzum: Es war verdammt gut, aber auch verdammt intensiv.  

Während des Lernens und Schreibens gewann ich zusehends Klarheit darüber, was ich als Schreibtrainerin weitergeben möchte: Ich möchte Menschen dabei unterstützen, Ressourcen zu finden und ihnen Mut zur eigenen Kreativität machen. Schreiben ist für mich ein Werkzeug, um in sich hineinzuhorchen. Als Nebenprodukt können schöne Texte entstehen, müssen aber nicht zwangsläufig, nicht immer jedenfalls. Mich faszinieren Schreib-, Arbeits- und Entwicklungsprozesse, sprich der Weg, wie ich etwas erreiche. Instinktiv habe ich das schon immer gespürt. Nun fühlt sich sehr befreiend an, auch Worte dafür zu haben. Zeit für die Produktentwicklung.

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Zeit für die Produktentwicklung

Daneben war der Juni auch eine intensive Zeit, neue Produkte zu entwickeln. Allen voran mein erstes Online-Produkt.


Ideen- & PlanungKIT für Social Media und Blog

Ich habe mich riesig über die Einladung am “Online Biz & Blogging Bundles” als Expertin teilzunehmen. Dieses Bundle ist eines der Happiness Bundles von Silke Krüger und  erscheint jährlich. Ich war mit meine 'Ideen- & PlanungsKIT für Social Media und Blog' dabei - meinem ersten Online-Produkt. Das KIT ist ein ‘Perpetuum mobile’ für Ideen für Blog und Social Media inkl. Redaktions- und Social-Media-Plan. Über 60 Personen haben sich das KIT downgeloadet. 

Schreibspaziergänge

Im Juni habe ich auch eine Idee getestet, die mich schon seit Jahren begleitet: Schreibspaziergänge. Meine Teilnehmer:innen haben während eines kleinen Spaziergangs schreibend über sich und ihr Business reflektiert, neue Ideen und Perspektiven entdeckt. Das Leuchten in ihren Augen gab mir DEN Energieschub, hier weiterzumachen. Ja, das ist es ... Schreibspaziergänge werden mein Angebot begleiten und es abrunden.

Das Blog-Coaching

Außerdem durfte ich erste Kundinnen beim Blog-Coaching willkommen heißen. Im Blog-Coaching zeige ich meinen Kunden, wie sie möglichst einfach einen Blogartikel schreiben; dh. wie sie den Schreibprozess für sich nutzen können, um effizient zu arbeiten, aber auch ihren eigenen Weg finden. Denn ich kann und möchte niemanden meinen eigenen Schreibprozess auf das Auge drücken. Jeder Mensch ist anders, jeder schreibt, arbeitet, denkt anders. Und es gibt viele Wege ans Ziel. Also kann ich nur Ideen einbringen und sensibilisieren. Worauf kannst du hinschauen, wenn du dieses oder jenes Problem hast? Ich sehe mein Angebot als Buffet für Durchreisende. Probiere aus und nimm das was für dich wertvoll ist. Und natürlich freut es mich Blogartikel zu lesen, an denen wir im Coaching gearbeitet haben, wie zB. von Lucia Schramm-Kaineder '5 Gründe, warum die Arbeit in Gruppen dir dabei hilft deine Ziele zu erreichen'. Danke Lucia.


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check it 1 Meine Learnings im Juni

Aus dem Juni nehme ich mir die Figur von “Beppo der Straßenkehrer” mit. Kennst du Beppo aus Momo?

Auszug aus MOMO von Michael Ende

“Beppo, der Straßenkehrer, tat seine Arbeit gern und gründlich. Er wusste, es war eine sehr notwendige Arbeit. Wenn er die Straßen kehrte, tat er es langsam, aber stetig: bei jedem Schritt einen Atemzug und bei jedem Atemzug einen Besenstrich. Schritt - Atemzug - Besenstrich. Schritt - Atemzug - Besenstrich. Dazwischen blieb er manchmal ein Weilchen stehen und blickte nachdenklich vor sich hin. Und dann ging es wieder weiter - Schritt - Atemzug - Besenstrich…”

Beppo ist der Gegenspieler von Mr. Düsentrieb, meinem Erfindergeist, und sorgt für meine Gesundheit. Es ist Samstagnachmittag, die Vögel zwitschern vom Baum, ein herrlicher Sommertag. Der Juni hatte nur 30 Tage und fühlte sich an wie ein Jahr, ein Jahr voller positiver Entwicklungen. Aber jetzt ist es mal genug, mal nachdenken wie Beppo, innehalten und die Seele baumeln lassen. Dafür muss auch Zeit sein... Also, dann bis bald.

Wie ist es mit dir? Wie war dein Juni?


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6 Gründe, warum ein Schreibspaziergang gut tut https://www.rosa-pessl.at/blog/schreibspaziergang/ https://www.rosa-pessl.at/blog/schreibspaziergang/#comments Fri, 02 Jul 2021 17:02:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/schreibspaziergang/ Weiterlesen

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Gleich vorweg, ich liebe ‘Schreibspaziergänge’, egal wo, egal wann. Ich könnte sie immer und überall machen. In der Natur (der Klassiker), im Park, im Einkaufszentrum, am Bahnhof, in Museen, im Tiergarten, aber auch von Café zu Café. Während ich mich hier mit Latte Macchiato und dort mit einem gekühlten Cola oder einem hausgemachten Eistee verwöhnen lasse, ziehen meine Gedanken in mir vorbei. Ich halte sie fest auf Papier und lasse sie dann weiterziehen. Alles und jedes Detail kann mich zum Schreiben anregen, meine Geschichten beflügeln, bereichern, befruchten sich gegenseitig.

Aber nicht nur: Schreibspaziergänge sind hervorragend dafür geeignet, um nachzudenken, zu reflektieren oder neue Ideen zu sammeln. Geniale Ideen werden selten am Schreibtisch geboren, also raus aus dem gewohnten Umfeld.


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Inhaltsverzeichnis

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Was ist ein Schreibspaziergang überhaupt?

Vielleicht fragst du dich jetzt: Schreiben, spazieren, gehen, Cafés, wovon spricht die Frau überhaupt? Etwa von schreiben im Gehen? Nun während des Gehens solltest du nicht schreiben, das könnte gefährlich werden. Ich glaube, wir alle kennen jene Hindernisse, die plötzlich unseren Weg kreuzen, während wir eine SMS schreiben oder mit der Navigation am Handy diskutieren. Also gehen wir lieber ein Stück und suchen uns immer wieder Plätze, wo wir in Ruhe schreiben können. Wir halten an, nehmen unsere Umgebung wahr und horchen eine Zeit lang in uns hinein. Dann gehen wir wieder ein Stück weiter ...

Ein Schreibspaziergang ist doch nur etwas für Schreibverliebte, oder?

Die meisten meiner Texte, die bei einem Schreibspaziergang entstehen, werden niemals das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Viel mehr geht es darum, neue Ideen zu finden und zu reflektieren oder einfach Spaß am Schreiben und Wahrnehmen zu haben. 

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Die 6 gute Gründe für einen Schreibspaziergang 

1. Entscheidungen finden

Schreiben ist ein wundervolles Werkzeug, um Gedanken zu sortieren. Himmel, da ist viel los, da tut sich ja einiges in uns, rund um uns. Im Alltag bleibt wenig Zeit, sich zurückzuziehen und einfach mal in Ruhe nachzudenken. Du hast es sicher schon erlebt, dass du dich schnell für etwas entscheidest, vielleicht zu schnell. Rationell. Eine Kopfgeburt eben. Doch du fühlst dich mit dieser Entscheidung nicht gut. Vielleicht hast du dich auch für etwas entschieden, setzt es dann aber nicht um, weil es doch nicht zu dir passt.

Wir unterschreiben mit unserem Namen, wir schreiben eine E-Mail oder eine Textnachricht. Ich empfinde alles Geschriebene viel verbindlicher als alles Gesagte, denn was ich geschrieben habe, ist nicht widerlegbar. Auch wenn ich etwas nur für mich aufschreibe, ist es eine Art Vertrag mit mir selbst, den ich abschließe, aus welchen Gründen auch immer.

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2. Ausprobieren und ‘Probe leben’

Neben dem Verbindlichen, dass so eine schriftliche Entscheidung mit sich bringt, kannst du ausprobieren, wie sich verschiedene Optionen und Wege anfühlen. Beim Schreiben kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen. Du kannst für dich aber auch risikolos ergründen, welche Antworten und Lösungen sich gut anfühlen, welche passen. Dabei versetze ich mich in die Situation, als hätte die Lösung bereits gefunden, die Entscheidung getroffen und ich schreibe darüber. Manchmal schreibe ich aus der Sicht einer anderen Person, um besser zu verstehen. Oder ich beziehe meine Fantasie mit ein und schreibe zB. aus der Sicht des Baumes. So gewinne ich Distanz und einen besseren Überblick. Neue Türen öffnen sich. Oder ich schreibe mit Humor sozusagen meine eigene Satire. Wie auch immer: Jeder Schreibprozess hält ein Stückchen Selbsterkenntnis bereit, wenn du dich darauf einlässt.

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3. Ideen finden

Äußerst menschliche Kreativorte sind die Dusche, das WC oder das Bett. Die wenigsten Ideen kommen am Schreibtisch sitzend. Wie sagte schon Picasso? “Inspiration existiert, aber sie muss dich erst bei der Arbeit finden.” Ein Ortswechsel fördert unsere Kreativität und das Gehen tut sein Übriges. Ich sehe plötzlich Dinge, die zwar vorher auch da waren, aber nicht den Weg in mein Bewusstsein geschafft haben. Ein Schreibspaziergang kann ein wahrer Türöffner sein und den Knoten im Kopf lösen.

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4. Der Text in meinem Kopf

Natürlich kannst du einen Spaziergang um des Schreibens Willens machen. Ich liebe es, Geschichten zu schreibe und gehe mit Ideen zu meinen Geschichten oft sehr lange schwanger. Zwischen Homeoffice, Workshops und Privatleben bleibt wenig Zeit und Ruhe, um sie niederzuschreiben. Bei einem Schreibspaziergang habe ich endlich die Möglichkeit, sie ablenkungsfrei zu schreiben. Es ist eine Zeit, die ich mir dafür bewusst reserviere. Ein Schreibspaziergang kann also Quality-Time für jedes Schreibprojekt sein.

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5. Blockaden lösen

Mit einem Schreibspaziergang durchbrichst du deine alltägliche Routine und schaffst die genau richtige Umgebung, um kreativ zu sein, Lösungen zu finden, zu reflektieren. Hand aufs Herz, wie oft sehen wir im Alltag den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr? Wir stecken fest. Das mögen größere oder kleinere Probleme sein. Es kann aber auch sein, dass du in einem Schreibprojekt hängst; oder bei deiner Arbeit. Ein Schreibspaziergang ist eine von vielen Möglichkeiten, um wieder neue Energie zu tanken und neue Optionen zu sehen.

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6. Spielen und staunen

Spielst du gerne? Ich ja! Schreiben ist auch ein Spiel mit Gedanken, Figuren, Worten, Buchstaben … So wird es leicht so leicht, als wären wir nie zur Schule gegangen. So leicht, als hätten wir nie einen mit Rotstift korrigierten Aufsatz zurückbekommen. So leicht, als gebe es in diesem Moment nur uns, das Papier und den Stift. Es ist immer wieder erstaunlich, welche großartigen Texte aus scheinbar naiven Wort- und Gedankenspielereien entstehen. Texte, die bleiben und sich weiterentwickeln dürfen, so wie wir. Auch dafür eignet sich ein Schreibspaziergang.


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Alleine oder in der Gruppe

Sollst du nun alleine oder in der Gruppe gehen? Ich mache viele Spaziergänge alleine, muss aber zugeben, dass es ohne Anleitung nicht immer leicht ist, beim Thema zu bleiben. Allzu sehr mischen sich hier meine Rollen als Schreibende und als Schreibtrainerin.

Bei Schreibspaziergängen mit dem Ziel zu reflektieren sind gezielte Fragen, die dich zu deiner Lösung hinführen, sehr hilfreich. So läufst du nicht Gefahr, in einer Sackgasse zu enden oder dich in Grübeleien zu verstricken. Bei meinem "Schreibspaziergang für dein Business" fordere ich meine Teilnehmer:innen auf, während des Spazierganges nicht über das Problem zu sprechen. Sie sollen ja IHRE Lösung finden und dennoch bietet das Schreiben in der Gruppe einen geschützten Rahmen. Erst am Ende tauschen wir uns aus (falls gewünscht).

Schreibspaziergänge, um mit Textprojekten voranzukommen, können auch vielfältig gestaltet werden. Geht es um das Produzieren von Text? Geht es um die Textstruktur? Geht es um neue Ideen? Ein Spaziergang (auch, wenn du alleine gehst) sollte einen Fokus haben und sei es auch nur: Ich möchte Spaß haben und dieses oder jenes ausprobieren.


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Schreibspaziergänge im Österreichischen Skulpturenpark

Einen ganz besonderen Ort für einen Schreibspaziergang möchte ich dir noch vorstellen: den österreichischen Skulpturenpark 6 Kilometer südlich von Graz. Bei freiem Eintritt kannst du mehr als 75 Skulpturen bewundern, am Seerosenteich den Fröschen zuhören, dich in die Wiese setzen und schreiben.

Kurztrips zu dir selbst: Meine Schreibspaziergänge im Skulpturenpark

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Fazit:

Jeder Schreibprozess hält neue Erkenntnisse für uns bereit und bringt uns ein Stück weit näher zu uns selbst. Wir können unsere Ideen und Gedanken sortieren und so mehr Klarheit bekommen. Genauso gut können neue Ideen entstehen. Ein Schreibspaziergang kann Quality-Time für dein Schreibprojekt sein oder einfach nur eine Möglichkeit, um Raum, Zeit und Ort spielerisch zu genießen. Wenn du bei einem meiner Schreibspaziergänge dabei sein möchtest oder gerne zu einem bestimmten Thema eine Anleitung hättest, schicke mir eine E-Mail. 


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Visionärrisch oder brauchst du als Solopreneurin eine Vision? https://www.rosa-pessl.at/blog/vision-solopreneur/ https://www.rosa-pessl.at/blog/vision-solopreneur/#comments Wed, 23 Jun 2021 22:11:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/vision-solopreneur/ Weiterlesen

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Nein, da ist kein Tippfehler in meiner Headline. Visionärrisch ist durchaus als Anspielung gemeint. Denn eine Vision zu haben, das ist heute ein MUSS. Ohne Vision scheint man nicht mehr dazuzugehören. ‘Ich möchte einfach gut leben und tun, was mir Freude macht’. Da steckt viel zu wenig Intellekt dahinter. Kein Wille, sich selbst zu finden. Geht doch gar nicht, oder? Pustekuchen … Natürlich geht es, wenn du damit glücklich bist.

Ich mag keine großen geflügelten Worte wie Vision und Mission, lassen sie mich doch ehrfürchtig erschaudern. Muss ich aus Einzelperson jetzt die Welt retten? Das klingt nach verdammt viel Stress! Bei der Ausschreibung meines Workshops “Vision & Ziele” habe ich lange überlegt, wie soll ich das Kind bloß taufen? Ach was, dachte ich mir letztendlich, Vision hat doch nur fünf Buchstaben und wie sonst soll ich dir verständlich machen, worum es in diesem Workshop geht.

Und doch möchte ich diese hochtrabenden Worte Vision, Mission, Träume und Ziele auseinanderdividieren:


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Traum oder Vision?

Ich träume davon, eine Insel zu besitzen, mit hohem Leuchtturm von dem aus ich stundenlang auf das Meer hinausschauen kann. Aber wenn ich genauer nachdenke, so weiß ich, dass mir dort im Sommer zu heiß oder im Winter zu kalt ist und ich mich sicher rasch langweile; auch wenn es Internet gibt. Meine Bereitschaft für diesen ‘Traum’ etwas zu tun, sinkt sogleich gegen null. So eine Insel ist dann doch nicht MEINES.

Eine Vision ist schon etwas anderes. Für mich ist es die Karotte vor der Nase, die mir Mut macht weiterzumachen. Die Vision ist ein ‘Zielbild’. Es ist ein Bild, wie ich in der Zukunft leben und arbeiten möchte. Bei jedem kleinen Schritt, dem ich diesem Bild näher komme, schreit mein Herz “YES”, wohl wissend, dass ich dieses Bild nie zu hundert Prozent erreichen werde. Ich kann für mich eine “Lebensvision” haben, die sich auch ändern darf. Aber auch einzelne Projekte können ein ‘Zielbild’, sprich eine Vision, haben.



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Vision oder Mission?

Wichtiger als eine Vision finde ich eine Mission. Denn meine ‘Mission’ ist letztlich der Grund, warum ich morgens aufstehe. Während die Vision sozusagen die Karotte vor der Nase ist, ist die Mission mein Antreiber, mein ‘Warum’. Als Unternehmerin ist es das, was ich geben möchte und mich gleichzeitig erfüllt. Also das was ich vom Herzen gerne tue, was mich begeistert. 

Warum bist du selbstständig geworden? Was erfüllt dich in der Zusammenarbeit mit deinen Kundinnen und Kunden? Wovon könntest du Stunden lang sprechen, ohne eine Pause zu machen? ... Das sind Fragen, die für jeden Solopreneur wichtig sind, sie klar zu haben, und zwar nicht nur für das Marketing. Ich sehe es als Selbstfürsorge vor allem als Unternehmerin, das zu tun, was tatsächlich ‘MEINES’ ist.


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Vision oder Ziel?

Eine Vision ist unspezifisch, während ein Ziel genau definiert ist. ZB.: Ich möchte, dass Ende 2021 mein Buch im Handel erhältlich ist. Damit Ziele auch erreicht werden, breche ich sie in Teilziele bis hin zu täglichen Aufgaben herunter. Ein Beispiel: Damit mein Buch Ende 2021 in den Regalen der Buchhändler steht, muss es bis Ende September fertig sein. Mein Buch hat 30 Kapitel, also werde ich im Juli und August täglich ½ Kapitel schreiben. So bleibt im September noch genügend Zeit für das Layout und Lektorat.


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Bonus-Tipp: Mission oder Weg?

Etwas was ich jeder Solopreneurin ans Herz legen möchte ist eine Roadmap. Diese beschreibt den längst möglichen Weg, den du gemeinsam mit einer Kundin im Rahmen deines Angebotes gehen kannst, und zwar entsprechend deiner Mission. Die Roadmap umfasst insgesamt 9 Schritte. Was jetzt so kompliziert klingt, kannst du auf dem Bild gut erkennen. Die Roadmap bietet sowohl dir als auch deinen Kunden Orientierung. Für mich ist sie wertvoller als jeder Businessplan. Meine Roadmap ist im Rahmen des Businesscoachings mit Claus Zerenko entstanden.

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Fazit

Zurück zur Frage: Brauchen Solopreneurinnen, Solounternehmer, eine Vision? Eine Vision ist aus meiner Sicht nicht zwingend notwendig, sehr wohl aber eine Mission. Vielleicht hast du schon öfters gesagt: “Das ist MEINES”? Dann bist du deiner Mission sehr nahe. Sie beschreibt dein ‘Warum’ und sie treibt dich an. So macht Arbeiten Freude. 

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Das war die Blogparade https://www.rosa-pessl.at/blog/blogparade-authentisch-sein/ https://www.rosa-pessl.at/blog/blogparade-authentisch-sein/#comments Sat, 19 Jun 2021 19:52:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/blogparade-authentisch-sein/ Weiterlesen

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Echt. Ehrlich. Glaubwürdig. Authentizität vereint diese Attribute. Für manche mehr, für andere weniger. So hat Authentizität viele Facetten, das durfte ich aus meiner Blogparade “#authentischsein” wahrnehmen.

18 Teilnehmer:innen berichten in 21 Artikeln (inkl. meinen zwei) aus unterschiedlichen Branchen und unterschiedlichsten Lebensbereichen. Ich freue mich sehr über die bunte Palette von Beiträgen und sage herzlich Danke.

Inhaltsverzeichnis

  1. Sophies Logomanufaktur | Authentisches Branding
  2. Mag. Marion Rößmann - Psychologische Beraterin | Warum mir Authentizität in meiner Arbeit als Psychologische Beraterin wichtig ist
  3. Bianca Fritz - achtsame Kommunikation und Autorin | Wie authentisch sollte dein Social Media Marketing sein?
  4. Lizzi Mümmler - Lizzis World | Authentisch leben mit Sehbehinderung
  5. Dorit Flor von Klopfecke – Texte mit Geist |  Authentisch sein im Business: Was bedeutet das eigentlich?
  6. Marina Buenig - Künstlerin |  Bin ich als Künstlerin immer authentisch?
  7. Maria Klitz - Begleitet Familien durch die Trotzphase | Können Eltern authentisch sein?
  8. Maria Schinner - Virtuelle Assistentin | Bin ich echt? Authentizität als Virtuelle Assistentin
  9. Sebastian Illig von Reiki Institut Hamburg | Authentizität - Wie kann man echt und authentisch sein?
  10. Anna Koschinski von “Entspannt und zielgerichtet bloggen” | Eine facebook-Gruppe führen: Alles eine Frage der Haltung
  11. Silvia Berft - Ernährungsberaterin, Heilpraktikerin & Stressbewältigungsexpertin | Authentizität in meinem Job
  12. Edith Leistner - David & Goliath Dessous |  Authentisch in Dessous
  13. Kerstin Sönnichsen - Personal Branding Fotografie | Authentische und professionelle Bilder im Business – Worauf du bei Shootings achten solltest
  14. Kerstin Sönnichsen - Personal Branding Fotografie | Authentische und professionelle Bilder im Business – worauf du bei Bildern für deine Social Media Kanäle achten solltest
  15. Carmen A. J. Teemer | Therapeutin |  Frage an mich: Bin ich authentisch in allen meinen Rollen?
  16. Margaretha Maria Schedler | Lebenschatzkisten-Blog |  Was hat ein Spiegel mit „Authentisch Sein“ zu tun?
  17. Christina Grunert | Trainer für Onlinemarketing | Die authentische Positionierung
  18. Katharina Tolle von ‘Ich gebäre’ | Authentische Geburtsgeschichten
  19. Inge Schumacher | Heilpraktikerin | Warum Authentizität wichtig ist
  20. Rosa Pessl | Schreibtrainerin & Blogcoach | Was ist authentisches Marketing?
  21. Rosa Pessl | Schreibtrainerin & Blogcoach | Warum authentische Texte wichtig sind



Sophies Logomanufaktur

AUTHENTISCHES BRANDING

In Sophies Artikel erfährst du, warum Branding nicht von außen ‘aufgesetzt’ werden kann, sondern von innen kommen muss. Jedenfalls wenn das Branding auch authentisch, sprich eine Symbiose aus der Persönlichkeit der Unternehmer:in, dem Business und den Wunschkunden ergeben soll. Sophie verrät außerdem, welche Vorteile ein authentisches Branding hat und warum es mehr ist als nur ein Logo.

Zum Artikel ➔


Mag. Marion Rößmann - Psychologische Beraterin

Warum mir Authentizität in meiner Arbeit als Psychologische Beraterin wichtig ist

Marion erklärt, warum Professionalität und Fehlbarkeit keine Widersprüche sind, wie Authentizität sie in ihrer Arbeit unterstützt und warum man Authentizität nicht einfordern kann.

Zum Artikel ➔


Bianca Fritz - achtsame Kommunikation und Autorin

Wie authentisch sollte dein Social Media Marketing sein?

Bianca zeigt den schmalen Grat zwischen gefühlter Authentizität, die guttut und jener Authentizität, die als manipulierend empfunden wird oder Follower überfordert. Sie geht dabei auf die eigene Verletzlichkeit ein, sieht Sichtbar-Werden als ständige Wachstumsaufgabe und erklärt, warum 'merk-würdig' wirkt.

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Lizzi Mümmler - Lizzis World

Blog: Liebe, Lebenslust & Handicap: positiv, ehrlich, kreativ erzählt

Authentisch leben mit Sehbehinderung

Ein Yogakurs oder eine Wanderung für Blinde? Das ist nichts für Lizzi. ‘Behindert sein, macht uns nicht gleich’, sagt sie und schildert anschaulich die kontroverse Welt der ‘Sehenden’ und der ‘Blinden’. Erstere erfordert von ihr einen immensen Kraftakt, dabei zu sein und nicht als ‘blinde Extrawurst’ zu gelten, Letztere isoliert sie und reduziert sie auf ihre Sehbehinderung. Doch Lizzi ist mittendrin. Wie genau? Lies Lizzi starken Beitrag zur Inklusion! Vielen Dank Lizzi.

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Dorit Flor von Klopfecke – Texte mit Geist

Authentisch sein im Business: Was bedeutet das eigentlich?

Dorit geht der Frage nach ‘Woher kommt das Wörtchen authentisch’, das neue ‘hip’ und ‘trendy’. Effizient, kompetent, erfolgreich oder auch professionell zu sein, genügt heute nicht mehr. Dorit sieht Authentizität als Entwicklungsprozess und erklärt, warum Fehler machen dazu gehört und das auch eine authentische Sichtbarkeit eine inszenierte Sichtbarkeit ist.

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Marina Buenig - Künstlerin

Bin ich als Künstlerin immer authentisch?

‘Mein Rat am Ende ist vermutlich nur bedingt hilfreich’, meint Marina zu Beginn ihres Artikels. Dabei endet ihr Beitrag mit vier wertvollen Tipps, die uns nicht nur den Weg zu unserer ureigenen Authentizität erleichtern, sondern überhaupt das ganze Leben. Die Künstlerin erzählt, warum es ihr selbst mit ihren Werken nicht immer gelingt, wirklich authentisch zu sein und warum ‘Authentisch-Sein’ viel (Selbst-)Bewusstsein braucht.

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Maria Klitz - Begleitet Familien durch die Trotzphase

Können Eltern authentisch sein?

Eine Familie gründen? Spontan entbinden oder Kaiserschnitt? Ab wann Kindergarten? Oder gar kein Kindergarten? Auf welche Schule geht das Kind? Eltern sind mit vielen Fragen konfrontiert und mit noch mehr Antworten, welche die Gesellschaft für sie bereit hält. Maria lädt in ihrem Blogartikel ein, zu reflektieren: Kannst du als Elternteil wirklich authentisch sein?

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Maria Schinner - Virtuelle Assistentin

Bin ich echt? Authentizität als Virtuelle Assistentin

Maria geht der Frage nach “Wie erreichst du als VA Authentizität?” Als Virtuelle Assistentin kommuniziert sie mit ihren Kundinnen und Kunden fast ausschließlich digital. Dabei sind Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Glaubwürdigkeit besonders wichtig. Außerdem erfährst du, warum wir Einzelunternehmer:innen mit Authentizität punkten können und welche Rolle Werte spielen.

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Sebastian Illig von Reiki Institut Hamburg

Authentizität - Wie kann man echt und authentisch sein?

Der Glaube, nicht gut genug zu sein, führt dazu, dass wir Rollen spielen. Oft leider mit Erfolg. Nach außen hin bekommen wir das, was wir wollen, wie Liebe oder den beruflichen Erfolg. Innerlich jedoch fühlen wir uns nicht wohl und sind unzufrieden. Aus Angst spielen wir weiter. Wie befreiend es sein kann, endlich authentisch zu sein, darüber erzählt Sebastian anschaulich in seinem Artikel und Video.

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Anna Koschinski von “Entspannt und zielgerichtet bloggen”

Eine facebook-Gruppe führen: Alles eine Frage der Haltung

‘ich bin wirklich so’, schreibt Anna, ‘Solltest du mich einmal face-to-face treffen, dann wirst du dich nicht wundern, wie ich auftrete oder wie ich bin.’ Und das ist Annas Erfolgsrezept, nicht nur für ihre facebook-Gruppe. Was die Bloggerin und Texterin auszeichnet, ist ihre Haltung, die sie klar kommuniziert. Authentisch im Business zu sein, bedeutet für sie eine Rolle zu spielen, für die sie aber keine Maske braucht.

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Silvia Berft - Ernährungsberaterin, Heilpraktikerin & Stressbewältigungsexpertin

Authentizität in meinem Job

Die Ernährungsberaterin liebt Cheesburger und Süßes und sagt: ‘Wer authentisch ist, darf auch mal schwach werden’. Ihre Patientinnen und Patienten dürfen alles essen - nur die Gewichtung verschiebt sich. In ihrem Blogartikel erfährst du, warum du trotz Kompromisse authentisch sein kannst und dass die viel gepriesene Authentizität manchmal auch als Ausrede herhalten muss.

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Edith Leistner - David & Goliath Dessous

Authentisch in Dessous

In Dessous ist frau doch authentisch, oder? Da gibt es doch keine Möglichkeit, sich zu verstellen. Falsch! Dazu die Dessous-Expertin: ‘Authentizität kommt von innen und wirkt nach außen’. In ihrem Artikel stellt Edith eine scheinbar einfache Übung vor. Scheinbar einfach, weil jede Frau eine Frau kennt, die schönere Brüste, einen schlankeren Bauch, nicht so üppige Hüften …. hat. Aber lies selbst rein, danke Edith für deinen Beitrag.

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Kerstin Sönnichsen - Personal Branding Fotografie

Authentische und professionelle Bilder im Business – Worauf du bei Shootings achten solltest

Es müssen nicht immer die typischen ‘Schreibtischfotos’ mit den einstudierten Posen im Businesskostüm sein. Kerstin geht mit ihren Kundinnen und Kunden sogar auf den Berg, damit Fotos mit einer unverwechselbaren Aussagekraft entstehen; Fotos, mit denen sich ihre Kunden auch identifizieren können. TIPP: Sieh dir unbedingt die Fotos an, sie erzählen Geschichten, aber auch davon, dass so ein Foto-Shooting Spaß machen kann.

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Kerstin Sönnichsen - Personal Branding Fotografie

Authentische und professionelle Bilder im Business – worauf du bei Bildern für deine Social Media Kanäle achten solltest

‘Es ist vollkommen okay, wenn die Bilder, die eine „schnellere Durchlaufzeit“ haben, NICHT perfekt sind’, so Kerstin. Doch auch diese Bilder wollen mit Bedacht ausgesucht werden, müssen sie doch binnen kürzester Zeit für Aufmerksamkeit sorgen. Anschaulich erzählt die Brandingexpertin die Erfolgsgeschichte einer ihrer Kundinnen und beweist, dass Fotos für Social Media nicht immer von einem Profi gemacht werden müssen.

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Carmen A. J. Teemer | Therapeutin

Frage an mich: Bin ich authentisch in allen meinen Rollen?

‘Hand aufs Herz, möchtest du eine polierte, kantenfreie und aalglatte Therapeutin haben?’, fragt Carmen. Therapeut:innen sind auch Menschen und so zeigt sie ihren Patient:innen auch, dass es Tage gibt, an denen nicht alles glatt läuft. Carmen fühlt sich authentisch, weiß aber auch um den Preis, den Authentizität hat: Sie eckt auch mal an. Doch das formt sie weiter - in ihrer Authentizität.

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Margaretha Maria Schedler | Lebenschatzkisten-Blog

Was hat ein Spiegel mit „Authentisch Sein“ zu tun?

‘Deine Kleidung, Verhalten, Sprache, Mimik oder Gestik sind stets das Spiegelbild deines Inneren, sei dir dessen immer bewusst!’ Margaretha skizziert das Wechselspiel zwischen Wirkung und innerer Haltung und macht Mut, den eigenen Weg zu gehen. Dabei lässt sie uns an ihrer Erfahrung in einem Workshop teilhaben, der für sie überraschende Erkenntnisse brachte.

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Christina Grunert | Trainer für Onlinemarketing

Die authentische Positionierung

Authentizität ist ein Idealzustand, den Christina für sich und ihre Kunden anstrebt. Dabei können Authentizität und Natürlichkeit zwei paar Schuhe sein. In jedem Fall setzt Authentisch-Sein Ehrlichkeit sich selbst gegenüber voraus. Mit der Frage ‘Wie viel Aufrichtigkeit vertragen meine Kunden’ legt die Trainerin nahe, Privates und Persönliches voneinander zu trennen und nur wohldosiert nach außen zu tragen.

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Katharina Tolle von ‘Ich gebäre’

Authentische Geburtsgeschichten

Allzu oft werden Müttern ihrer Erfahrungen bei der Geburt abgesprochen, ihrer Authentizität beraubt. Katharina schreibt Geburtsgeschichten aus der Sicht der Frau. Es sind ureigene Geschichten, subjektiv von der Frau wahrgenommen, nicht in ein Schema gepresst. Wie es Katharina gelingt, für andere zu schreiben, auch wenn dies nicht ihren Wertvorstellungen entspricht und welche Maßstäbe sie setzt, um selbst authentisch zu bleiben, darüber schreibt sie in ihrem Artikel.

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Inge Schumacher | Heilpraktikerin

Warum Authentizität wichtig ist

Womit beginnt authentisch sein und was brauchst du dazu? Warum ist Authentizität erfolgreich? Für Inge ist Authentizität ein Magnet, der genau jene Kunden anzieht, die zu ihr passen. Darüber und einiges mehr kannst du in ihrem Blogartikel lesen. Danke Inge, für deinen Beitrag.

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Rosa Pessl | Schreibtrainerin & Blogcoach

Was ist authentisches Marketing?

Authentisches Marketing bedeutet, sich mit den gesetzten Maßnahmen, mit dem Stil, der Art und Weise wohlzufühlen. Doch wie kann das in der Welt der vielen Marketing-Trends und Hypes gelingen? Das erzähle ich dir in meinem Blogartikel zu dieser Parade.

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Rosa Pessl | Schreibtrainerin & Blogcoach

Warum authentische Texte wichtig sind

Vielleicht kennst du diese Situation: Du hast schon einiges über eine Person auf ihrer Website gelesen und nun lernst du sie persönlich kennen. Doch hoppla … Ein ambivalentes Gefühl schleicht sich ein. In diesem Blogartikel erfährst du 5 Gründe, warum deine Texte authentisch sein sollen.

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Soweit die Zusammenfassung meiner ersten Blogparade “Welche Rolle spielt Authentizität in deinem Business”. Aktuell läuft die Blogparade “Was sind die Top-Learnings aus deinem Business”. Wenn du gerne mitschreiben möchtest, ich freue mich über deinen Beitrag.

PS: Diesmal gibt es auch einen SchreibTreff zum Thema. Im SchreibTreff hast du die Möglichkeit, deinen Artikel zu schreiben und bekommst kurze Schreibimpulse dazu. Vielleicht sehen wir uns da oder lesen voneinander in der Parade.

 
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Was ist authentisches Marketing? https://www.rosa-pessl.at/blog/authentisches-marketing-solopreneure/ https://www.rosa-pessl.at/blog/authentisches-marketing-solopreneure/#comments Tue, 11 May 2021 16:34:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/authentisches-marketing-solopreneure/ Weiterlesen

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Rückblick, eine Zeit, in der es noch möglich war: Es ist 8:15 morgens. Unternehmerfrühstück. Ich - mitten drin :). Mein Gegenüber, Afrika-Reisespezialist, versucht mich schon seit gefühlten Stunden von einer Safari in Südafrika zu überzeugen. Mein dezenter Hinweis, dass ich der “Grönland-Typ” bin und Eisbären den Löwen vorziehe, war wohl zu dezent. Ich sehe mich um und anstatt meines grenzgenialen Pitches kommt mir der Song von den Toten Hosen in den Sinn - “Kauf mich! Kauf mich!” Langsam, aber sicher fühle ich mich genauso lasch wie der Lachs auf meinem Brötchen.

Für dich kann es gerne anders sein, meine Erkenntnis dieses Morgens lautet jedenfalls: Netzwerkveranstaltungen dieses Formates passen nicht zu mir. Daran werden weder Verkaufs- und Rhetorikseminare noch Affirmationsakrobatik etwas ändern. Ich fühle mich dabei nicht wohl; diese Art des Marketings ist für mich nicht authentisch.


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Inhaltsverzeichnis


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Doch: Was ist authentisches Marketing überhaupt?

Einfach erklärt: Authentisches Marketing bedeutet, sich mit den gesetzten Maßnahmen, mit dem Stil, der Art und Weise wohlzufühlen. Ich spreche jetzt nicht davon, die eigene Komfortzone zu verlassen; ich spreche nicht vom Lampenfieber zum Beispiel beim ersten Videodreh. Doch wenn das Lampenfieber anhält, der Dreh nur mit viel Bauchschmerzen und noch mehr Bachblütentropfen überwindbar ist, du die ganzen Videos auf facebook und Instagram hasst, dann lass es bleiben. Es gibt immer Alternativen.

Wir alle tragen ein imaginäres Schild vor uns her. Nun beim Unternehmerfrühstück stand auf meinem Schild wohl: “Hilfe, holt mich hier raus!”. Keine gute Voraussetzung, um Kunden zu gewinnen. Auch hier gibt es andere Wege. Wege, die besser in mein Werte-Setting passen. Dann stimmt auch die Botschaft auf dem imaginären Schild.


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Was kann authentisches Marketing bewirken?

Authentizität macht einzigartig

Als ich mit meinem Business startete, sprach jeder von USP, von Unique Selling Proposition, dem Alleinstellungsmerkmal. Einzigartigkeit war das Schlagwort der Zeit. Doch was ist in deinem Business einzigartig? Dein Angebot? Unwahrscheinlich. Deine Expertise? Vielleicht. Deine Arbeitsweise und Person? Bingo! Dein Angebot gibt es zigfach, dein Programm kann kopiert werden, aber du als dahinterstehende Person bist einzigartig. Dazu benötigst du keine Superlativen.

Authentizität schafft Nähe

Ehrlich, glaubwürdig ….. Das sind die Attribute, die mit Authentizität in Verbindung gebracht werden. Echt sein wird auch häufig genannt. Mit dazu gehört auch, Scheitern oder Fehler machen zu dürfen. Coaches, Trainer und Kreative - wir arbeiten für und mit den den Menschen. Diese Menschen haben Werbebotschaften, die ewige Glückseligkeiten versprechen satt. Viel zu oft wurden sie schon gepredigt. Menschen kaufen bei Menschen. Je ehrlicher und authentischer diese Menschen auf uns wirken, desto eher gewinnen wir Vertrauen.


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Authentizität zieht jene Menschen an, die zu deinem Business passen

Nehmen wir mal an, du würdest deinen potenziellen Kunden etwas vorspielen. Entweder hast du nun sehr viel Arbeit, zahlreiche - für dich nicht passende - Anfragen abzulehnen. Oder du nimmst einen Auftrag an, der nicht zu dir passt. Dein Bauchgefühl sagt dir schon, dass es anstrengend wird. Denn von nun an bist du während der gesamten Zusammenarbeit gezwungen, die Maske aufrechtzuerhalten. Auch ganz pragmatisch gesehen macht es also durchaus Sinn, authentisch sichtbar zu werden. Im Idealfall übernimmt deine Website eine Filterfunktion. Das heißt, durch deine authentische Präsentation ziehst du genau jene Kunden an, die zu dir passen.


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Wie finde ich einen authentischen Weg für mein Marketing?

Sei einfach du selbst, das ist alles! Oder doch nicht?

Authentisch sein bedeutet einfach du selbst sein. Klingt tatsächlich einfach. Das mag im privaten Bereich stimmen. Wobei ich persönlich auch das anzweifele. Auch privat empfinde ich es nicht ratsam, jeden meine Meinung ungefiltert vor dem Latz zu knallen. Warum auch?

Kehren wir zurück zum Marketing. Wenn deine Marketing “authentisch” sein soll, so sind vorher einige Fragen zu klären. Denn: Authentizität ist ein Prozess, der in eine klare Positionierung mündet.

  • Wofür stehe ich?
  • Welche Werte sind mir in meiner Arbeit wichtig?
  • Was sind meine Stärken und Schwächen?
  • Wie möchte ich gesehen werden? Und wie nicht?
  • Was fasziniert mich in meiner Arbeit?

Denke an das imaginäre Schild, das auch du trägst. Was steht auf diesem Schild? Wie möchtest du als Coach, Trainer oder Berater wahrgenommen werden? Warum tust du das, was du tust? Was ist dir wichtig?


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Gibt es ein Zuviel an Authentizität?

Du kennst bestimmt jene Menschen, die ausschließlich von sich sprechen und in den sozialen Medien oder öffentlichen Leben nerven. Du kennst sicher auch jene Menschen, die ohne Zusammenhang alles querfeldein posten, vom frisch geschlüpften Grashalm im Morgentau bis hin zum Feierabendbier. Das ist zu viel. Wohlgemerkt, ich spreche hier von beruflichen Profilen!

Ein anderes Beispiel - eine Frage aus einer Gruppe: “Ich bin chronisch krank. Soll ich das auf meine Website schreiben?” Ja oder Nein? Nun, wer sich offen und ehrlich gibt, zeigt sich auch verletzlich. Das soll jetzt bitte keine Warnung sein und zur Verschlossenheit einer Auster anzuregen. Dann wären wir gerade dort, wo wir eben NICHT hinwollen.

Die Grenze zwischen beruflich und privat muss jeder für sich selbst ziehen. Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Mir hilft auch hier die Vorstellung des Schildes, dass mich und meine Privatsphäre schützt.

Zwei wichtige Fragen, an denen du dich noch orientieren kannst:

  • Ist die Information relevant für deine potenziellen Kunden?
  • Steht die Information im Kontext zu deinen Themen?

Du hast beide Fragen mit Nein beantwortet? Es darf schon manchmal(!) ein bisschen mehr sein. Ich betone: manchmal und ein bisschen …

Tipp

Du kannst das Pferd auch andersherum aufzäumen. Das heißt, du beginnst mit einer persönlichen Geschichte, findest den Kontext zu deinem Thema und machst im besten Fall daraus eine für deine Kunden relevante Information. Et voilà!


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Fazit

Nach dem Unternehmerfrühstück hatte ich einen Ohrwurm, den ich dir nicht vorenthalten möchte: Zum Musikvideo.

Gleichzeitig möchte ich den Organisatoren von Netzwerkveranstaltungen meine Wertschätzung aussprechen. Diese Veranstaltungen machen durchaus Sinn. Nur - so wie jede Marketingmaßnahme - muss sie für den einzelnen Unternehmer stimmig sein. Genau darum geht es im authentischen Marketing. Wähle den Rahmen, in dem du dich entsprechend deiner Werte bewegen kannst. Authentisch und artgerecht. So kannst du auch jene Menschen erreichen, die zu dir und deinem Business am besten passen. Davon bin ich überzeugt.

Was ist deine Meinung zu authentischen Marketing? Wie lebst du es? Hinterlasse gerne ein Kommentar. Ich freue mich, von dir zu hören. 

PS: Dieser Artikel ist auch ein Teil meiner Blogparade #authentischsein. Zur Blogparade: Welche Rolle spielt Authentizität in deinem Business?

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Bist du startklar für deinen Business-Blog? https://www.rosa-pessl.at/blog/business-blog-starten/ https://www.rosa-pessl.at/blog/business-blog-starten/#comments Thu, 29 Apr 2021 18:40:00 +0000 https://www.rosa-pessl.at/blog/business-blog-starten/ Weiterlesen

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Du überlegst dir, mit einem Business-Blog zu starten? 

In diesem Artikel erfährst du acht Voraussetzungen, die gegeben sein sollten, bevor du loslegst.

Inhaltsverzeichnis

1. Hast du ein klares Angebot?
2. Sprichst du gerne über dein Thema und bist - einmal in Fahrt - nicht mehr leicht zu bremsen?
3. Suchst du (auch) eine langfristige Lösung für dein Marketing?
4. Kannst du dich gut in die Lage deiner Kundinnen und Kunden hineinversetzen?
5. Kannst du auch mal Fünfe gerade sein lassen?
6. Hast du Zeit für deinen Blog?
7. Deine Website hat die technischen Voraussetzungen für einen Blog?
8. Bist du auf Social Media mit deinem Business aktiv oder zumindest offen dafür, aktiv zu sein?
Nun? Bist du startklar?

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1. Hast du ein klares Angebot?

Ein Business-Blog dient in erster Linie dazu, deine Expertise sichtbar zu machen. In zweiter Linie, neue Kontakte zu generieren und in dritter Linie deine Produkte, deine Dienstleistungen zu verkaufen. Im Umkehrschluss heißt das, ohne ein konkretes Angebot macht ein Business-Blog keinen Sinn und ohne Expertise schon recht nicht.

Vielleicht meinst du, das ist logisch. Zwei Szenarien begegnen mir immer wieder:

  • Es wird gebloggt, aber als Leser kann ich überhaupt keinen Zusammenhang zu den Angeboten herstellen.
  • Ich lande über Google auf einen Blogartikel. Super interessant! Aber ich kann weder klar erkennen, wer ihn geschrieben hat und ich bekomme keine Einblicke in dessen Expertise und Angebote.

Also, wenn du mit einem Business-Blog startest, brauchst du vorher ein klar formuliertes Angebot. Lass mich als Leserin nicht erst danach suchen. Gib mir auch keine Rätsel auf, wie in etwa “warum schreibt sie über Bananen, wenn sie doch Birnen verkauft”.

Begeisterung und Affinität für dein Thema sind wichtige Triebfedern. Denn, es ist mühselig über ein Thema zu schreiben, das dich nicht oder nur marginal interessiert. Über etwas zu schreiben, das dich begeistert, ist dagegen viel einfacher.

Ein Blog ist kein One-Nightstand sondern eine dauerhafte Beziehung. Wenn du nun Themen wählst, die nicht unbedingt zu deinen Favoriten gehören, wird es schwierig, die Motivation hoch zu halten.

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3. Suchst du (auch) eine langfristige Lösung für dein Marketing?

Es wird dauern, bis deine Blogartikel gut ranken, du Resonanz bekommst und dein Blog erfolgreich ist. Abhängig von Frequenz und zusätzlichem Marketing für deinen Blog auch bis zu zwölf Monate. Das heißt, Bloggen ist nichts für jemanden, der den schnellen Erfolg sucht.

Wenn du allerdings die anfänglichen Hürden meisterst, Ausdauer und etwas Geduld zeigst, ist ein Blog ein wunderbares Werkzeug, das dir über mehrere Jahre Besucher, Kontakte und Kunden bringen kann, ohne - langfristig - dafür viel Zeit und Geld zu investieren.


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4. Kannst du dich gut in die Lage deiner Kundinnen und Kunden hineinversetzen?

Hand aufs Herz, du bloggst nicht (nur) für dich. Du möchtest, dass deine Artikel gelesen werden und dass du Resonanz bekommst. Daher ist es unerlässlich, während des Schreibprozesses auch die Perspektive zu wechseln, sprich die Position deiner potenziellen Kunden einzunehmen.

Ja, es ist ein Business-Blog und am Ende der Fahnenstange steht dein Ziel, Kunden zu gewinnen. Doch schaust du dir banale Werbung an? Liest du Artikel, die nach jedem Wort “kauf mich, kauf mich” schreien? Nein? 

Okay, dann habe ich einen Tipp für dich: Bevor du mit dem Bloggen beginnst, nimm dir eine Stunde Zeit und schau dich um. Betrachte Blogs, die dich als Leser*in, als Kunde, ansprechen und notiere dir, was dir gefällt. Schau auch bei jenen Blogs hin, wo du sonst sofort wieder weg klickst. Notiere dir, was dich stört. Aus diesen aufmerksamen Beobachtungen kannst du viel für deinen Blog lernen.

Aber nicht nur was Werbung betrifft ist ein Perspektivenwechsel angebracht, sondern auch sprachlich und thematisch. Du bist Experte auf deinem Gebiet, deine potenzielle Kunden sind es nicht. Daher: Schreib deine Blogartikel so wie du mit deinen Kunden sprichst und verzichte auf Begriffe, die du niemals in einem Kundengespräch verwenden würdest. Biete deinen Leser*innen einen Nutzen. Warum sollen sie sich Zeit nehmen und deine Artikel lesen?

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5. Kannst du auch mal Fünfe gerade sein lassen?

Das mag jetzt komisch klingen. Wir alle sind auf Perfektionismus getrimmt. Doch, ein Blogartikel ist kein literarisches Werk. Auch irgendwelche Preise wirst du damit nicht gewinnen. Ja, es ist gut, wenn deine Artikel sorgsam und “mit Liebe” geschrieben und aufbereitet sind. Die Leser*innen werden dies spüren.

Sei dir aber bewusst, dass es DEN perfekten Blogartikel nicht gibt. Nutze die Chance des Überarbeiten, um deine Blogartikel immer wieder zu optimieren und neuerlich ins Rennen zu schicken. Und jeder Blogartikel ist besser als jener, der bei dir unveröffentlicht am Rechner liegt.

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6. Hast du Zeit für deinen Blog?

Für einen Business-Blog brauchst du regelmäßig Zeit; und zwar Zeit zum Schreiben und Zeit zum Überarbeiten und Aktualisieren. Um ehrlich zu sein, wirst du am Anfang viel Zeit investieren, bis technisch alles so läuft, du Routine beim Schreiben gewonnen hast und auch weißt, welche Themen deine potenziellen Kundinnen und Kunden ansprechen. Die Resonanz lässt auf sich warten. Später wirst du (vorausgesetzt du schreibst über Themen, die stets aktuell sind) immer weniger Zeit brauchen, dafür aber immer mehr Resonanz bekommen. Es gibt viele Methoden und Tricks, wie du effizient arbeiten kannst und Zeit zu sparen, aber ganz ohne Zeitinvestment geht es nicht.

Allerdings, wenn du einen Blog hast, sammelt sich im Laufe der Zeit ein Themenpool an, der dir in vielen anderen Bereichen hilft, Zeit einzusparen, zB. auf Social Media, bei Webinaren, bei Vorträgen, bei E-Books. Ich hatte sogar Kunden, die aus ihren Blogartikeln Bücher verfasst haben.

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7. Deine Website hat die technischen Voraussetzungen für einen Blog?

Natürlich muss deine Website die technischen Voraussetzungen für einen Blog haben und es darf keine Wissenschaft sein, diesen zu bedienen. Nichts ist ärgerlicher wie dies: Du hast einen tollen Blogartikel geschrieben und nun friemelst du schon stundenlang herum, damit das Teil auch online geht. Webdesigner und Programmierer sind wie vom Erdboden verschluckt.

An dieser Stelle - eine kleine Werbeeinschaltung: Ich persönlich verwende das Baukastensystem Chimpify. Hier habe ich alles, was ich für mein Marketing brauche und muss mich nicht auch noch um Updates kümmern. Nach vielen Jahren mit technischen Rumgefummel für mich ein Segen.


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8. Bist du auf Social Media mit deinem Business aktiv oder zumindest offen dafür, aktiv zu sein?

Wie bereits erwähnt, braucht es Zeit, bis du mit deinem Blog Resonanz bekommst. Mit Social Media Kampagnen kannst du sozusagen den Turbo zuschalten; ob als bezahlte oder unbezahlte Kampagnen sind, lassen wir mal dahingestellt. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du deinen Business-Blog nicht abgekoppelt von all deinen anderen Marketingaktivitäten siehst, sondern als Teil eines Gesamtkonzeptes. Dann wirst dich auch nie mehr die Frage stellen, was du auf Social Media posten oder in deinen Newsletter schreiben sollst.

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Nun? Bist du startklar?

Du hast alle acht Fragen mit JA beantwortet? Wunderbar! Dann folge mir auf facebook, Instagram oder komm in meine facebook-Gruppe. Dir fehlt das Eine oder Andere? Stelle mir gerne deine Fragen im Kommentar oder in der facebook-Gruppe.

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